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23.10.2013 – 20:14

Rheinische Post

Rheinische Post: Mehr Geld für Pflege = Von Eva Quadbeck

Düsseldorf (ots)

Die Gefahr bei einer großen Koalition ist grundsätzlich, dass die Harmonie mit hohen Ausgaben erkauft wird. Der Wunschzettel von SPD und Union ist lang: Mütterrente, Geringverdiener-Rente, Ganztagsschulen, mehr Pflegeleistungen, bessere Infrastruktur. Verführerisch sind die sprudelnden Steuereinnahmen und die prall gefüllten Sozialkassen. Doch Vorsicht: Den fetten Jahren werden magere folgen. Alle Leistungsausweitungen, die heute beschlossen werden, müssen auch noch in zehn Jahren finanziert werden. Von allen geplanten Mehrausgaben lassen sich nur die Leistungsausweitungen in der Pflegeversicherung wirklich rechtfertigen. Immer noch müssen Demenz-Kranke und ihre stark beanspruchten Angehörigen mit sehr wenig Hilfe leben. Auch droht ein echter Pflegenotstand, wenn die Bedingungen für das Personal in den Heimen nicht verbessert werden. Die Begehrlichkeiten sind gigantisch. Die Herausforderung ist, die Leistungsausweitung mit Augenmaß zu betreiben.

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