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Rheinische Post: Vom Nutzen der Athener Pleite

Düsseldorf (ots)

Wer den gestrigen Kurssturz als panische Reaktion von hysterischen Anlegern abtut, unterschätzt die Börse. Wer ihn für die Antwort auf Philipp Rösler hält, überschätzt die Bedeutung des Wirtschaftsministers. Mit Rösler hat zwar erstmals ein deutscher Minister offen von der Pleite Griechenlands gesprochen. Doch die Äußerung ist, anders als andere Koalitionspolitiker meinen, kein Problem. Denn die Märkte rechnen seit langem damit, dass Griechenland trotz der Milliarden-Hilfen nicht wieder auf die Beine kommt und sich für zahlungsunfähig erklären muss. Die Märkte wollen nur endlich wissen, wann und unter welchen Bedingungen dies geschieht. Die anhaltende Unsicherheit ist es, die die Kurse immer weiter drückt. Klar ist, dass eine ungeordnete Pleite Athens die Welt in eine neue Finanz- und Wirtschaftskrise stürzen würde. So wie es 2008 nach dem überraschenden Zusammenbruch der US-Bank Lehman geschah. Doch Athen ist nicht Lehman, wenn die Pleite mit Ansage erfolgt. Wenn die Gläubiger einen Schuldenschnitt vereinbaren, wie sie es früher etwa für Argentinien taten, und Europa die Mittel aus dem Rettungsschirm nutzt, um bedrohte Banken zu stützen, dürfte sich weder die Lehman-Krise wiederholen noch der befürchtete Domino-Effekt eintreten. Die Zeit für eine geordnete Hellas-Pleite ist da.

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