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Rheinische Post: CDU braucht Geschlossenheit Von Detlev Hüwel

Düsseldorf (ots) - Eigentlich kann die NRW-CDU erleichtert sein: Für den Vorsitz der Landtagsfraktion treten zwei Bewerber an, denen man zutraut, das wichtige Amt gut und solide auszufüllen. Dennoch ist die CDU nicht erpicht auf eine Kampfkandidatur, weil sie jeden Eindruck von Streit vermeiden will. Es kommt also darauf an, dass der Wettstreit weiter in geordneten Bahnen verläuft. Bislang haben sich weder Laumann noch Laschet öffentlich zu ihren Ambitionen geäußert, sondern miteinander gesprochen. Dass keiner zum Verzicht bereit ist, überrascht nicht wirklich. Jetzt also muss die Fraktion entscheiden. Es wäre für den inneren Zusammenhalt förderlich, wenn es am Wahltag des 6. Juli keinen klaren Verlierer gäbe, sondern lediglich einen knappen Gewinner. Damit könnten beide das Gesicht wahren. Im Übrigen hat die Union ja gerade erst mit der personellen Erneuerung begonnen. Spannend wird sein, wer Rüttgers als Parteichef beerben wird - und wie die Spitzenleute dann zusammenarbeiten. Ein Gegeneinander wäre fatal. Damit hat sich gerade die nordrhein-westfälische CDU in der Vergangenheit oft genug selbst Schaden zugefügt. Nur gemeinsam wird sie stark sein und hoffen können, die rot-grüne Regierung mit ihrem Personalangebot und der Kraft ihrer Argumente ablösen zu können.

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