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Rheinische Post: Chaos in Thailand

Düsseldorf (ots) - Das thailändische Militär hat mit Waffengewalt das seit Monaten von der Opposition besetzte Zentrum von Bangkok geräumt, die Führer der Proteste haben sich ergeben und wurden verhaftet. Dass jetzt Frieden einkehrt in Thailand, ist allerdings nicht sehr wahrscheinlich. Selbst wenn in Bangkok die Lage aus Sicht der Regierung zunächst wieder unter Kontrolle ist, so ist in anderen Städten des Landes noch längst keine Ruhe eingekehrt. Inzwischen ist auch die politische Führung der Opposition zerstritten und damit kaum noch in der Lage, die Demonstranten zu kontrollieren. Thailand steht weiter am Rande neuer Unruhen, die in einen Bürgerkrieg münden können oder in einen Militärputsch. Was ganz offensichtlich fehlt in Thailand, und zwar auf beiden Seiten, ist der Wille zur ernsthaften Verhandlung und die Bereitschaft zum Kompromiss. Und auch von den südostasiatischen Nachbarn gingen keinerlei hilfreiche Impulse aus - dabei wäre eine friedliche Lösung im unmittelbaren Interesse der gesamten Region. Sie wäre aber auch ein wichtiges Signal für andere Schwellenländer, wo in den kommenden Jahren die Verteilungskämpfe zwischen Arm und Reich ähnlich zu eskalieren drohen wie jetzt in Thailand.

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