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Rheinische Post: Angst vorm Absturz

    Düsseldorf (ots) - Von Matthias Beermann

    Eine Flugnummer, die auf der Anzeigetafel plötzlich erlischt. Lautsprecherdurchsagen, die Angehörige der Passagiere in einem Tonfall, der nichts Gutes verheißt, zum Infoschalter bitten. Die Angst vor dem Absturz. Gestern ist dieser Alptraum Wirklichkeit geworden. Ein Passagierflugzeug ist mitten über dem Atlantik verschwunden, 228 Menschen fanden wahrscheinlich den Tod. Dass man von dem abgestürzten Jet in den Weiten des Ozeans zunächst keine Spur finden konnte, mochte zwar noch einen Rest von Hoffnung auf Überlebende nähren. Aber zugleich steigerte die Ungewissheit noch die Qual der Angehörigen. Wie kann ein Flugzeug zu Beginn des 21. Jahrhunderts einfach so verschwinden? Normalerweise treffen schreckliche Unglücke dieser Größenordnung eher obskure Billig-Airlines oder schlecht gewartete Drittwelt-Flieger. Diesmal jedoch handelte es sich um eine nach ersten Erkenntnissen technische einwandfreie Maschine mit erfahrenen Piloten im Dienste der größten Fluggesellschaft der Welt. Die Ermittlungen müssen jetzt ergeben, ob ein vermeidbarer menschlicher oder technischer Fehler vorlag. Oder ob der Flug AF 447 Opfer von Naturgewalten wurde, die auch mit modernster Technik bis heute nicht völlig zu beherrschen sind.

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