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Rheinische Post: Webfehler im Rettungsfonds

    Düsseldorf (ots) - von Antje Höning

    Bislang galten Sparkassen als Gewinner der Krise. Verunsichert zogen manche Bürger ihr Guthaben von Privatbanken ab und brachten es den öffentlich-rechtlichen Instituten. Doch als einzelne Sparkassen auffielen, weil auch sie selbst hochbetagten Anlegern riskante (und nun wertlose) Lehman-Zertifikate angedreht hatten, war klar: Die Krise kann überall zuschlagen. Erst Recht bei der Sparkasse Köln-Bonn, die sich zuvor an fragwürdigen Immobiliengeschäften verhoben hatte. Dass der Sparkassenverband den Kölnern nun massiv Kapital gibt, ist historisch einmalig. Dass die Sparkasse selbst kein Geld vom Staat will, ist allerdings auch bezeichnend. In einer beispiellosen Aktion hatte sich die Politik im Herbst auf ein Rettungspaket geeinigt. Doch nun zeigt sich, dass ihr in der Eile Fehler unterliefen. So nimmt der Staat den Banken riskante Papiere nur für drei Jahre ab. Damit werden Abschreibungen, die für ein Institut das Aus bedeuten können, nur in die Zukunft verschoben. Zudem wird verlangt, dass Banken ein Mindestkapital vorweisen. Wer das schafft, braucht aber oft gar keine Hilfe mehr. Das Finanzministerium denkt bereits über Korrekturen nach. Gut so. Obwohl die Krise ähnlich einschneidend ist wie die von 1929, so zeichnen sich die Krisenmanager heute dadurch aus, dass sie aus Fehlern lernen. Das ist die beruhigende Botschaft zum Jahreswechsel.

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