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Rheinische Post: Benzin und Politik

Düsseldorf (ots)

Von Michael Bröcker
Eigentlich müssten die Grünen angesichts der Entwicklung an den 
Zapfsäulen Freudensprünge machen. Immerhin nähert sich der 
Benzinpreis den von ihnen einst auf einem Parteitag geforderten "fünf
Mark" pro Liter Sprit. Wäre der Euro etwas schwächer, läge der 
Benzinpreis wohl schon heute bei zwei Euro. Und es geht noch weiter, 
wie der Ölhunger der Chinesen und Inder vermuten lässt. Das Dumme 
ist, dass die Rekord-Benzinpreise nur begrenzte ökologische 
Lenkungswirkung haben. Die Ölkonzerne machen sich die Taschen voll, 
ebenso die Spekulanten an den Börsen, die eifrig auf steigende Preise
wetten. Und der auf sein Auto angewiesene Verbraucher blickt 
fassungslos in ein leeres Portmonee. Was kann die Politik tun, die 70
Prozent zum Benzinpreis beisteuert? Ökosteuer abschaffen geht 
jedenfalls nicht. Das Geld ist für die Rente verplant. 
Mineralölsteuer runter? Das reißt Milliardenlöcher in den Haushalt. 
Die verkorkste Verbindung zwischen Steuern und Benzinpreis lässt sich
nur langfristig aufbrechen. Mit neuen Maut-Systemen etwa, die 
nutzerabhängig Kosten verteilen. Die Wirtschaft muss in Alternativen 
zum Öl investieren. Und mancher Autofahrer seine Fahrweise ändern. 
Sprit sparen entlastet den Geldbeutel und das Klima.

Pressekontakt:

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Telefon: (0211) 505-2303

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