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Weser-Kurier: Über die Regierungsbildung schreibt Joerg Helge Wagner

Bremen (ots) - Die Welt schaut auf dieses Land - voller Hoffnung. Deutschland ist auch nach einem schwierigen Wahlergebnis und trotz aller gärenden Unzufriedenheit ein Land der Freiheit und Demokratie von immenser Wirtschaftskraft. Früher hat man mit dieser Aufzählung den USA ihre Führungsrolle zugestanden. Heute dilettiert jedoch in Washington ein Egomane, der außenpolitische Krisen verschärft und heimische Rassenkonflikte schürt. Und sonst? Großbritannien laboriert am Brexit, Frankreich müht sich mit Reformen, Russland träumt vom Zarenreich, China ist eine knallharte Diktatur. Angesichts dessen gibt es Erwartungen an Deutschland: Es soll Führung, zumindest Vorbildfunktion übernehmen. Auch, indem es rasch eine neue Regierung bildet. "Jamaika" ist nach Lage der Dinge tatsächlich alternativlos, aber keine Notlösung: CDU/CSU, FDP und Grüne haben hinreichend Persönlichkeiten, die gemeinsam am Kabinettstisch pragmatische Politik betreiben können: Ursula von der Leyen, Katrin Göring-Eckart, Ilse Aigner, Norbert Röttgen, Robert Habeck, Alexander Graf Lambsdorff sind allesamt undogmatisch und anschlussfähig. Die Petrys und Gaulands sind draußen in der Welt unwichtig. Wichtig ist, dass das Herz Europas schnell wieder kräftig schlägt. Wochenlanges Schachern um Obergrenzen für Flüchtlinge oder das Aus für den Verbrennungsmotor wäre verantwortungslos. Das Gerede über "Sollbruchstellen" ist es bereits jetzt.

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