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Weser-Kurier: Kommentar von Peter Mlodoch über die Situation geflüchteter Frauen

Bremen (ots) - Der Landesfrauenrat in Niedersachsen legt den Finger in eine ganz tiefe Wunde. Auch wenn Sozial- und Innenministerium bereits ein Schutzkonzept für Frauen in den Flüchtlingsunterkünften auf den Weg gebracht haben, sind die Zustände offenbar vielerorts untragbar. Gerade jüngere Alleinstehende sind der Gefahr von belästigenden Blicken bis hin zu schweren sexuellen Attacken ausgesetzt. Dass die Betroffenen, die vor Krieg und Terror geflohen sind, hierzulande jetzt Angriffe auf ihre Intimsphäre fürchten müssen, nur weil Schlösser und Sichtblenden fehlen, ist ein Unding. Die erforderliche Aus- oder Nachrüstung ist einfach zu bewerkstelligen; sie muss umgehend umgesetzt werden. Schwieriger ist die Schaffung eigener Unterkünfte nur für Frauen. Zum einen müssen dafür erst die geeigneten Immobilien gefunden werden. Zum anderen ist die strikte Trennung von Männern und Frauen nicht gerade förderlich für die Integration. Auf jeden Fall gehören Übergriffe dieser Art konsequent verfolgt. Künftig müssen die (männlichen) Täter die Einrichtungen verlassen, nicht mehr wie bislang die (weiblichen) Opfer.

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