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Weser-Kurier: Kommentar von Jürgen Hinrichs über das Aus der Bremer Galopprennbahn

Bremen (ots) - Wenn die Pferde laufen, ist es immer schön auf der Galopprennbahn. Sonntage des Vergnügens in der Vahr, mit Picknick auf dem Rasen und ein bisschen Sport und Spannung nebenher. Wer das erlebt, kann das Vorurteil nicht verstehen, dieser Sport wäre nur etwas für die Schönen und Reichen. Das Publikum ist im Gegenteil eine Mischung aus fast allem, was die Gesellschaft zu bieten hat. Elitär ist vielleicht der Rennverein mit seinen hochmögenden Kaufleuten im Vorstand, die Besucher an der Bahn sind es in der Regel nicht. Ein Jammer deshalb, dass es mit den Rennen nun bald vorbei ist. Es gibt freilich einen guten Grund dafür, die Stadt will Wohnungen bauen, und das ist mehr als nur ein schwacher Trost. Eine große Fläche in solcher Lage, mit solcher Anbindung und perfekter Infrastruktur, darf nicht liegen gelassen werden, damit ein paar Mal im Jahr die Pferde rennen und an anderen Tagen woanders auf der Bahn ein bisschen Golf gespielt wird. Bremen braucht dringend neuen Wohnraum, und dort gehört er hin. Nicht irgendwo an den Rand, sondern mitten in ein bereits entwickeltes Quartier.

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