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Weser-Kurier: Kommentar von Peter Hanuschke über den Schiffbaustandort Deutschland

Bremen (ots) - Dass es einigen Werften gut bis sehr gut geht - sie profitieren von einer boomenden Auftragslage für Kreuzfahrtschiffe, Jachten und Fähren - und im Vergleich zum Vorjahr mehr Arbeitsplätze entstanden sind, täuscht nicht darüber hinweg, dass auf Teile der maritimen Wirtschaft schwerere Zeiten zukommen. Die Gewerkschaft IG Metall rechnet mit Stellenabbau. Grund: Es fehlen Aufträge im Spezialschiffbau - also in jenem Bereich, der vor ein paar Jahren noch als der Hoffnungsträger für den maritimen Standort Deutschland galt. Aus Sicht der Gewerkschaft fehlt es vor allem an einer langfristigen Planungs- und Investitionssicherheit für den weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland. Was bislang an Windparks auf hoher See fest geplant und vom Ausbaupfad her zu erwarten ist, wird sicherlich nicht für einen Schub im Spezialschiffbau sorgen. Falls da nicht von der Bundesregierung nachgebessert und ein Konzept für langfristige sichere Rahmenbedingungen entwickelt wird, dann wird es dem Spezialschiffbau so gehen wie dem Containerschiffbau - einst eine Domäne deutscher Werften, die verloren ging.

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