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Weser-Kurier: Über die Kita-Schlichtung schreibt Norbert Pfeifer:

Bremen (ots) - Die Schlichter haben einen klugen Spruch vorgelegt, der die Interessen beider Seiten berücksichtigt. Zum einen erhalten die meisten Kita-Beschäftigten mehr Geld, wobei die Steigerungen unterschiedlich ausfallen. Das ist auch gut so, denn Verantwortung und Belastung sind nicht überall gleich verteilt. Zum anderen haben sie die Finanznot der Kommunen, die nicht von der Hand zu weisen ist, in Rechnung gestellt. Weitere Streiks dürften damit passé sein. Zumal die Gewerkschaften die Grenzen ihrer Macht erfahren haben: Die Solidarität der Eltern bröckelte vor der Schlichtung doch zunehmend, da der Arbeitskampf vor allem sie traf. Die Schlichter haben das Beste aus der vertrackten Situation gemacht. Mehr war nicht möglich in dieser Runde. Die Debatte aber bleibt: Wie viel ist Gesellschaft und Politik die frühkindliche Bildung wert? Kein Tag, an dem aus Berlin nicht deren Bedeutung beschworen wird. Der Kita-Ausbau wird vorangetrieben, die Anforderungen an Erzieherinnen und Sozialpädagogen steigen stetig. Wenn die Bundespolitik jedoch - zu Recht - dauernd die Bildungsrepublik ausruft, dann muss sie die Kommunen entsprechend stärker unterstützen - auch finanziell.

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