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Weser-Kurier: kommentiert in seiner Ausgabe vom 2. Juni 2014 die Gefährdung durch Salafisten:

Bremen (ots) - Kein Pardon

von Daniel Killy

Während in Bremen unterschiedliche Gerichtsinstanzen darüber debattierten, ob Hassprediger Pierre Vogel am Sonntag denn nun seine radikalen Thesen vor dem Überseemuseum verbreiten dürfe, schaffte die französische Polizei Fakten. Sie nahm einen von Vogels Gesinnungsgenossen fest, den 29-jährigen Franzosen Mehdi Nemmouche. Er war es wohl, der im Jüdischen Museum in Brüssel vier Menschen ermordete. Kalaschnikow und Revolver von der Bluttat hatte der Glaubenskrieger noch bei sich. Auf den ersten Blick haben die beiden Ereignisse nichts miteinander zu tun. Bei genauerem Hinsehen aber schon. Denn das rechtsgültige Urteil des Bremer Oberverwaltungsgerichts, die Hetze Vogels zuzulassen, spielt den radikalen Islamisten in die Hände. Nicht, weil Vogel vor 350 Gesinnungsgenossen seinen Hass verbreiten konnte, sondern weil die Demokratie wieder einmal zum Steigbügelhalter derer wurde, die sie abschaffen wollen. Dem Reden Vogels folgt nämlich zwangsläufig das Handeln von Glaubenskriegern wie Nemmouche. Auch er war zuvor als "Kämpfer" in Syrien, so wie viele von Vogels Parteigängern. 320 der rund 2000 europäischen "Heiligen Krieger" in Syrien stammen aus Deutschland. Die Justiz sollte deshalb zügig versuchen, möglichst alle Vogels dieser Republik hinter Gitter zu bringen - und nicht auf unsere Plätze. Unsere Demokratie muss sich gegen den Islamismus endlich wehrhaft zeigen - ehe es zu spät ist!

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