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Weser-Kurier: Zur Besoldung von Feuerwehrleuten schreibt der Bremer WESER-KURIER:

Bremen (ots)

Wenn das Wort Beamte fällt, läuft bei manchen Menschen ein Film im Kopf ab: Sie stellen sich gemütliche Menschen auf gepolsterten Bürostühlen vor, und vor allem Ruhe. Hinzu kommt der Irrglaube, Beamte verdienten überdurchschnittlich gut. Es ist ein sehr altes, aber ein sehr hartnäckiges Bild, das sich in diesen Köpfen hält. Oft genährt von einer großen Portion Sozialneid, der nicht immer gerechtfertigt ist. Zwar gibt es solche glücklichen Beamten, aber die Arbeitsrealität vieler Feuerwehrbeamter zum Beispiel sieht radikal anders aus: rund um die Uhr im Einsatz, körperliche Anstrengung und unbezahlte Überstunden. Dass man so einen Job nur mit viel Leidenschaft aushält, ist eine Sache. Eine andere Sache ist, eine solche Tätigkeit wertzuschätzen. Und die Wertschätzung kann eigentlich gar nicht hoch genug sein. Denn was tun, wenn's brennt? Es gibt keine Alternative zur Feuerwehr. Um anderer Menschen Leben zu retten, setzen sich die Beamten selber hochriskanten Situationen aus. Tag für Tag. Eine Möglichkeit, diesen Mut zu belohnen, ist Geld. Dass die Feuerwehrleute nun ebenso wie die Angestellten des öffentlichen Dienstes mehr Geld haben möchten, ist verständlich. Zumal es ohnehin keine Unsummen sind, die hier ausgezahlt werden. Wer 48 Stunden pro Woche hart arbeitet und dafür im schlimmsten Fall nur 1900 Euro brutto bekommt, muss nicht die Füße stillhalten. Dass Bremen sparen muss, ist bekannt. Dennoch gibt es Prioritäten, das muss bezahlt werden. Rettungsdienste sollten ohne Frage dazu gehören. Denn sicher kann man über vieles verhandeln in den Haushaltsberatungen. Über die Sicherheit der Bremer und Bremerhavener Bürger aber sicher nicht.

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