Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. (GfbV)
Niwano Peace Prize für Asháninka-Führer Benki Piyãko: Einsatz für Indigene Rechte und Umweltschutz ausgezeichnet
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die Verleihung des 43. Niwano Peace Prize an ihren langjährigen Freund und Partner Benki Piyãko, Träger des Weimarer Menschenrechtspreises. Der indigene Anführer des Asháninka-Volkes in Brasiliens Amazonasregion wird am heutigen Dienstag in Tokio für seinen Einsatz für den Schutz von Land, Kultur und Umwelt sowie für seine Pionierarbeit in der Wiederaufforstung und im Umweltschutz ausgezeichnet. Die GfbV hatte Piyãko für den Preis nominiert.
„Benki Piyãko ist ein herausragender Kämpfer für die Rechte Indigener Völker und den Erhalt des Amazonas-Regenwaldes. Seine Arbeit, insbesondere die Gründung des Yorenka Tasorentsi Instituts und der indigenen Ayahuasca-Konferenz, verbindet traditionelles Wissen und moderne Ansätze. Damit schützt er den Amazonas und seine einzigartige Biodiversität vor Konzernen und Kriminellen und mobilisiert junge Menschen für Umweltschutz und indigene Rechte“, erklärte Eliane Fernandes, GfbV-Referentin für Indigene Völker, vor der Preisverleihung in Tokio. „Seine Initiativen haben das Bewusstsein für die globale Verantwortung gegenüber dem Amazonas geschärft und tragen unmittelbar zu seiner Erhaltung bei.“ Piyãkos Engagement für indigene Rechte, interkulturellen Dialog und spirituelle Verbundenheit mit der Natur wirkten weltweit inspirierend.
Die Preisverleihung findet am 12. Mai 2026 in Tokio statt. Die Niwano-Stiftung würdigt Benki Piyãkos Beitrag zur Friedensarbeit durch ökologische Verantwortung. Der Niwano Peace Prize wird jährlich von der Niwano Peace Foundation in Tokio verliehen und würdigt Personen oder Organisationen, die sich herausragend für interreligiöse Zusammenarbeit und den Weltfrieden einsetzen. Die Stiftung wurde 1978 gegründet und fördert weltweit Projekte, die auf religiösen Prinzipien basieren und in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Religion und Philosophie zur Friedenssicherung beitragen.
Schon als Kind wurde Benki Piyãko als künftiger Schamane und politischer Vertreter seiner Asháninka-Gemeinde Apiwtxa ausgewählt. Der ausgebildete Forstwirt war zwischen 2005 und 2007 Umweltsekretär für die Region des Flusses Juruá im Bundesstaat Acre. 2013 wurde Benki Piyãko auf Initiative der GfbV mit dem Weimarer Menschenrechtspreis ausgezeichnet.
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