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23.06.2020 – 14:57

Gesellschaft für bedrohte Völker e.V.

GfbV unterstützt Mahnwache in Hannover: Belutschen demonstrieren für Demokratie und Menschenrechte

"Mahnwache für Demokratie und Menschenrechte in Pakistan“ der in Deutschland lebenden Belutschen :

am 26.06.2020,

von 13.00 bis 16.00 Uhr,

auf dem Ernst-August-Platz in Hannover

Die Gesellschaft für bedrohte Völker aus Göttingen unterstützt die „Mahnwache für Demokratie und Menschenrechte in Pakistan“.

Sie findet am 26.06.2020, von 13.00 bis 16.00 Uhr, auf dem Ernst-August-Platz in Hannover statt.

Mit der Aktion möchten die in Deutschland lebenden Belutschen gegen die Unterdrückungspolitik der Regierungen Pakistans und Irans gegenüber der belutschischen Minderheit protestieren.

„Die GfbV verurteilt die Menschenrechtsverletzungen in Belutschistan durch Armee und Sicherheitskräfte in Pakistan und fordert ein Ende von willkürlichen Verhaftungen, Folter und außergerichtlichen Tötungen von Belutschen“, erklärt der GfbV-Referent für Minderheiten und Nationalitäten, Dr. Kamal Sido, heute in Göttingen.

Vor einigen Tagen soll die pakistanische Armee zwei belutschische Jugendliche, Ahmed Abdul Karim und Shahaq Ghani, entführt zu haben. Nach Angaben von belutschischen Aktivisten erhielten die Angehörigen der beiden jungen Männer keine Informationen darüber, warum sie entführt worden seien. Zudem verweigert die Armee jeglichen Zugang zu den beiden Jugendlichen. Vor zwei Wochen, am 26. Mai 2020, hätten pakistanische Todesschwadronen im Distrikt Kech die Belutschin Maliknaz Bramsh getötet. Ihre vierjährige Tochter wurde schwer verletzt.

Die Menschenrechtssituation der Belutschen im Iran ist ebenfalls schlecht. Unter dem Vorwand „sunnitischen Terrorismus“ zu bekämpfen, verfolgen die Machthaber in der Islamischen Republik Iran die belutschische Minderheit systematisch. Am 6. Mai 2020 wurden zwei Brüder, Mohammad und Mehdi Pooryan in der Ortschaft Pahra (Iranshahr) im Südosten des Iran von iranischen Sicherheitskräften vor den Augen ihrer Mutter getötet.

Die etwa 15 Millionen muslimisch-sunnitischen Belutschen leben über Pakistan, Iran und Afghanistan verteilt, die meisten von ihnen in der Provinz Belutschistan im Südwesten Pakistans. Sie fordern seit Jahrzehnten mehr Autonomie. Die Region macht mehr als 40 Prozent der Fläche Pakistans aus und gilt als reich an Bodenschätzen wie Öl, Gold, Kupfer, Platin, Eisenerz und Kohle. Die Belutschen sprechen eine iranische Sprache, die der indoeuropäischen Sprachfamilie angehört.

Für Hintergrundinformationen erreichen Sie Dr. Kamal Sido, GfbV-Referent für ethnische, religiöse, sprachliche Minderheiten und Nationalitäten, unter k.sido@gfbv.de oder 0173/6733980.

Gesellschaft für bedrohte Völker
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