Skoda Auto Deutschland GmbH

Vor 100 Jahren erschien der erste Geschäftsbericht

Mlada Boleslav / Weiterstadt (ots) - Es war der 30. April 1908. Zum ersten Mal wurde in der zu diesem Zeitpunkt 13-jährigen Firmengeschichte der Automobilfabrik von Laurin & Klement eine Hauptversammlung durchgeführt, denn kurz zuvor war die Firma in eine Aktiengesellschaft gewandelt worden. So erschien damals der erste Geschäftsbericht des Unternehmens, das 1925 mit den Skoda-Werken fusionierte. In diesem Jahr ist nun mit der Vorlage des aktuellen Zahlenwerkes für das Geschäftsjahr 2007 der hundertste Geschäftsbericht in der Geschichte eines der ältesten noch produzierende Automobilhersteller der Welt erschienen.

Die Veröffentlichung des Geschäftsberichtes im Jahr 1908 gehörte zu den Pflichten des Automobil- und Motorradherstellers, die sich aus der Umwandlung der Firma Laurin & Klement zu einer Aktiengesellschaft im Jahr 1907 ergaben. Drei Jahre zuvor hatte Laurin & Klement das erste Auto vorgestellt. Der Erfolg drückte sich auch in den wichtigsten Kennzahlen aus: So konnte die Firma vor 100 Jahren einen Nettogewinn vor Steuern in Höhe von 220.887,07 Kronen verbuchen.

Insgesamt konnte man auf gute Geschäfte zurückblicken: "Der Absatz unserer Erzeugnisse gestaltete sich in diesem Jahr sehr günstig, denn wir haben Wagen und Motorräder von insgesamt in Rechnung gestellten 2.089.252,67 Kronen verkauft; dabei ist insbesondere zu beachten, dass unser Absatz überwiegend im Ausland erzielt wurde, wo wir uns der Konkurrenz von längst etablierten Automobilwerken stellen mussten. Diese Erfolge sind neben dem Gütegrad unserer Produkte auch unserer Teilnahme an den Automobilausstellungen in Leipzig, Paris, Berlin, St. Petersburg zuzuschreiben, sowie auch unseren Vertretungen in Deutschland, Italien, England und Russland"

Die Premierenfassung unterscheidet sich vom aktuellen Geschäftsbericht vor allem im Umfang. Reichten vor 100 Jahren noch ganze zwölf Seiten für die Rückschau auf die geschäftliche Entwicklung, weitete sich der Umfang im Laufe des Jahrhunderts bis auf die heutigen 174 Seiten aus. Was den Inhalt betrifft, enthielt der Bericht damals wie heute eine Beschreibung der Aktiengesellschaft, deren Tätigkeit und deren finanzielles Berichtswesen, das damals in der Form einer zwar doppelten, gegenüber dem heutigen Stand jedoch deutlich einfacheren Buchhaltung geführt wurde.

Interessant sind die absoluten Kennzahlen jener Zeit. Ein Arbeiter verdiente im Jahr 1907 rund eine Krone pro Stunde. Das günstigste Modell, der Laurin & Klement Typ A, kostete damals 3600 Kronen. Für das Luxusmodell E musste der Kunde rund 15000 Kronen aufbringen. Zur Produktpalette zählten damals acht verschiedene Fahrzeuge einschließlich Omnibussen. Jedes Fahrzeug war praktisch eine Einzelanfertigung.

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Christoph Ludewig
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