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Der Tagesspiegel: Bahn und Schiff holen gegenüber dem Lkw auf

Berlin (ots)

Bahn und Binnenschiff haben als Transportmittel
gegenüber dem Lkw deutlich an Attraktivität gewonnen. Das ist das 
Ergebnis einer Studie des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf 
und Logistik (BME), über die der "Tagesspiegel" (Montagausgabe) 
berichtet. Durch die anziehende Konjunktur sei der Laderaum bei 
Lastern knapper geworden, sagte BME-Hauptgeschäftsführer Holger 
Hildebrandt dem Tagesspiegel. Das bedeute zwar noch keinen Mangel. 
"Aber jetzt muss genauer geplant werden. Es ist gut, dass man nun 
über eine Verlagerung auf Schiene und Schiff nachdenkt", sagte 
Hildebrandt. Bisher sei das nicht notwendig gewesen, "weil Lkws 
einfach und schnell verfügbar waren".
An der BME-Studie haben 175 Unternehmen aus allen wichtigen 
Branchen teilgenommen, darunter eine Reihe von Großkonzernen. 
Zusammen bestellen die befragten Unternehmen jedes Jahr 
Transportleistungen auf der Straße im Wert von drei bis vier 
Milliarden Euro. 14 Prozent der Firmen denken derzeit darüber nach, 
ihre Transporte auf die Bahn umzustellen. Vor einem Jahr sagten das 
nur drei Prozent. Beim Schiff ist der Anstieg noch stärker. 2005 
prüften gerade einmal 0,6 Prozent der Unternehmen einen Umstieg, 
jetzt sind es elf Prozent. Bei den Schienentransporten hätten vor 
allem private Bahngesellschaften eine tragende Rolle, sagte 
Hildebrandt. Bei der Deutschen Bahn könne er noch "keine nachhaltige 
Verbesserung" erkennen.
Auch wenn Frachtraum knapper geworden sei, hält der BME-Chef 
größere Steigerungen bei den Transportkosten für unrealistisch. "Die 
30 Prozent, die schon mal genannt werden, sind Wunschträume der 
Transportbranche." Die verladenden Unternehmen würden alle 
Möglichkeiten nutzen, um Kosten zu senken, etwa durch elektronische 
Ausschreibungen oder indem sie ihre Aufträge bei weniger 
Dienstleistern bündeln. Hildebrandt rechnet deshalb im kommenden Jahr
mit Preissteigerungen von "vielleicht einem Prozent oder etwas mehr".
Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an:
Der Tagesspiegel, Ressort Wirtschaft, Telefon: 030/26009-260

Pressekontakt:

Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-260 09-308
Fax: 030-260 09-622
cvd@tagesspiegel.de


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