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Der Tagesspiegel: Rogowski kritisiert Thumann direkt: "Es gab keine Reaktion"

    Berlin (ots) - Michael Rogowski, der frühere Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), hat seinen offenen Brief zum Fall Röttgen verteidigt und seinen Nachfolger Jürgen Thumann direkt kritisiert. Rogowski sagte dem Tagesspiegel (Donnerstag), er habe Thumann vor einigen Wochen einen Brief geschrieben und ebenso wie Ex-Präsident Hans-Olaf Henkel auch persönlich auf das Problem angesprochen. "Es gab keine Reaktion", sagte Rogowski. "Jetzt haben wir einen Eklat, aber Henkel und ich meinen, dass die Sache sehr bedeutsam ist." Er sei für Gespräche mit Thumann weiterhin offen. "Von mir aus ist das Tischtuch nicht zerschnitten." Der CDU-Politiker Norbert Röttgen soll zum Jahreswechsel Hauptgeschäftsführer des BDI werden und will sein Bundestagsmandat behalten. Rogowski und Henkel fordern Thumann in einem am Mittwoch veröffentlichten offenen Brief auf, Röttgen zum Verzicht zu bewegen, um "unlösbare Interessenskonflikte" zu verhindern. Der BDI ging auf Distanz zu seinen beiden Ex-Präsidenten. "Herr Thumann reagiert nicht auf offene Briefe", sagte BDI-Sprecher Thomas Hüne dem Tagesspiegel. Dass die beiden Ex-Präsidenten nun gemeinsam aufträten, sei unerheblich, da sie sich bereits getrennt öffentlich geäußert hätten. "Die Gefechtslage hat sich nicht geändert."

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