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Der Tagesspiegel: Bundeswehr klagt über Nachwuchsprobleme

    Berlin (ots) - Die Bundeswehr steht nach Einschätzung des Deutschen Bundeswehrverbands vor erheblichen Personalproblemen. "In den nächsten Jahren wird es immer schwerer, intellektuell und körperlich geeigneten Nachwuchs zu finden", sagte der Vorsitzende Bernhard Gertz dem Berliner "Tagesspiegel" (Samstagsausgabe). Die Zahl der Bewerber werde aufgrund schrumpfender Jahrgänge abnehmen. Ab 2010 seien statt heute 450.000 nur noch 350.000 junge Männer wehrdienstfähig.

    "In den ostdeutschen Bundesländern werden wir schon ab dem nächsten Jahr einen dramatischen Einbruch erleben", prophezeite Gertz. Seit der Wende habe die Bundeswehr 45 Prozent ihrer Berufs- und Zeitsoldaten in Ostdeutschland rekrutiert; in drei Jahren werde dort die Zahl der 18-jährigen Männer aber von heute 120 000 auf 60 000 sinken.

    Das Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit sagt der Bundeswehr ein Fachkräftemangel voraus. "In der Konkurrenz mit anderen Arbeitgeber ist die oft nicht attraktiv genug, da sie den Schwerpunkt vor allem bei der militärischen Ausbildung und zu wenig bei allgemeiner Bildung und Weiterbildung", sagte Zentrumsleiter Otfried Nassauer dem "Tagesspiegel".

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