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Der Tagesspiegel: Rentenexperte Börsch-Supan fordert höhere Abzüge für Frührentner

    Berlin (ots) - Arbeitnehmer, die vor dem 65. Lebensjahr in Rente gehen, sollen nach Meinung des Rentenexperten Axel Börsch-Supan höhere Rentenabschläge in Kauf nehmen.  "Abschläge von 6,5 Prozent im Jahr wären angemessen", sagte der Mannheimer Ökonom dem Tagesspiegel (Montagausgabe). Derzeit wird die Rente um 3,6 Prozent für jedes Jahr gekürzt, das man vorzeitig in Rente geht. Nach Meinung Börsch-Supans sollte die Abzüge aber derjenige tragen, der den Vorruhestand verursacht hat. "Wenn sich der Arbeitgeber von Mitarbeitern trennen will, soll er über Abfindungen oder Sozialpläne die Abschläge tragen und die Kosten, die damit für die Gesellschaft verbunden sind, übernehmen", sagte er dem Tagesspiegel. "Hat der Arbeitnehmer keine Lust mehr, soll er die Abschläge zahlen."

    Nach Informationen der Deutschen Rentenversicherung arbeitet derzeit nur gut ein Drittel der Neurentner bis zum 65. Lebensjahr und bekommt eine reguläre Rente. Den Löwenanteil machen vorgezogene Altersrenten für Frauen, Arbeitslose, Schwerbehinderte und langjährig Versicherte aus.

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