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19.02.2006 – 15:25

Der Tagesspiegel

Der Tagesspiegel: Rentenexperte Börsch-Supan fordert höhere Abzüge für Frührentner

Berlin (ots)

Arbeitnehmer, die vor dem 65. Lebensjahr in Rente
gehen, sollen nach Meinung des Rentenexperten Axel Börsch-Supan 
höhere Rentenabschläge in Kauf nehmen.  "Abschläge von 6,5 Prozent im
Jahr wären angemessen", sagte der Mannheimer Ökonom dem Tagesspiegel 
(Montagausgabe). Derzeit wird die Rente um 3,6 Prozent für jedes Jahr
gekürzt, das man vorzeitig in Rente geht. Nach Meinung Börsch-Supans 
sollte die Abzüge aber derjenige tragen, der den Vorruhestand 
verursacht hat. "Wenn sich der Arbeitgeber von Mitarbeitern trennen 
will, soll er über Abfindungen oder Sozialpläne die Abschläge tragen 
und die Kosten, die damit für die Gesellschaft verbunden sind, 
übernehmen", sagte er dem Tagesspiegel. "Hat der Arbeitnehmer keine 
Lust mehr, soll er die Abschläge zahlen."
Nach Informationen der Deutschen Rentenversicherung arbeitet 
derzeit nur gut ein Drittel der Neurentner bis zum 65. Lebensjahr und
bekommt eine reguläre Rente. Den Löwenanteil machen vorgezogene 
Altersrenten für Frauen, Arbeitslose, Schwerbehinderte und langjährig
Versicherte aus.
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Der Tagesspiegel, Ressort Wirtschaft, Telefon: 030/26009-260

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