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Der Tagesspiegel: Von Beust: Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist Merkels Schicksalsfrage

Berlin (ots)

Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust (CDU)
sieht ein baldiges Ende der Schonfrist von Bundeskanzlerin Angela 
Merkel. Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sei "Merkels 
Schicksalsfrage", sagte Beust dem "Tagesspiegel am Sonntag" in einem 
Interview. "Nach einem halben, dreiviertel Jahr ist der Zauber des 
Anfangs vorbei. Dann sind in der Öffentlichkeit nicht mehr Schröder 
und Rot-Grün, sondern wir verantwortlich für die hohe 
Arbeitslosigkeit. Beust äußerte die Befürchtung, dass "uns die 
Realität schnell einholen wird", wenn der Aufschwung nicht so komme, 
wie erhofft. "Man sagt, wenn er kommt, lösen sich alle Probleme von 
selber. Ob das eine volkswirtschaftlich zulässige These ist, wage ich
zu bezweifeln".
Beust, der als Merkel-Vertrauter gilt, räumte in dem Interview 
ein, dass die Bundeskanzlerin nach dem knappen Wahlsieg der Union "in
gewisser Weise" ihre Prinzipien der Realität angepasst habe. Merkel 
nehme mehr Rücksicht auf die Stimmung der Bevölkerung, anders gehe 
das nicht, wenn man sich in einer großen Koalition langfristig eine 
Mehrheit erkämpfen wolle.
Innerhalb der Union sieht Beust derzeit eine deutliche 
Kräfteverschiebung zuungunsten der CDU-Ministerpräsidenten. "Die 
Provinzfürsten sind out. Was ist daran problematisch?" sagte Beust 
dem "Tagesspiegel am Sonntag".
Bei Rückfragen:
Der Tagesspiegel, Politikredaktion, Tel.: 030/26009389

Rückfragen bitte an:

Der Tagesspiegel
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Thomas Wurster
Telefon: 030-260 09-419
Fax: 030-260 09-622
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