Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Bauindustrie zu den Wohnungsbaugenehmigungen in den ersten drei Quartalen 2018: Gespaltene Nachfrage nach Wohnraum - Mehrfamilienhäuser gefragt, Ein- und Zweifamilienhäuser im Hintertreffen.

Berlin (ots) - "Es wird weiter in die Höhe gebaut - der Geschosswohnungsbau hat zugelegt." Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dieter Babiel, die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Baugenehmigungszahlen. Demnach sei in den ersten drei Quartalen der Bau von 135.300 Neubauwohnungen in Mehrfamilienhäusern genehmigt worden, 8,3 % bzw. 10.330 Wohnungen mehr als im vergleichbaren Zeitraum des vergangenen Jahres. "Insgesamt ist die Entwicklung aber eher verhalten. Schließlich sind in Summe nur 262.800 Wohnungen im Neu- und Umbau genehmigt worden, lediglich 2,3 % bzw. 6.000 Wohnungen mehr als in den ersten neun Monaten 2017." Zu dieser schwachen Entwicklung hätte insbesondere der Ein- und Zweifamilienhausbau beigetragen: Die Zahl der Neubaugenehmigungen sei um 1,6 % zurückgegangen. Aber auch die Nachfrage nach Wohnraum in Wohnheimen, welche auch als Flüchtlingsunterkünfte dienten, läge über den gesamten Zeitraum im Minus (- 19,3 %).

Babiel: "Aufgrund der verhaltenen Genehmigungszahlen rechnen wir für 2018 weiterhin mit der Fertigstellung von etwa 300.000 Wohnungen, weit entfernt von der Zielmarke aus dem Koalitionsvertrag von 375.000. Trotz Wohngipfel und Baulandkommission scheinen wir bei den Ursachen für den schleppenden Anstieg, wie fehlendes Bauland, Grundstücksspekulation und unterschiedliche Landesbauordnungen, keinen Schritt weiter zu kommen." Dabei seien fehlender Wohnraum und der damit verbundenen Anstieg der Mieten - insbesondere in Großstädten - doch eines der drängendsten Probleme der heutigen Zeit. Dieses zu lösen sollte in der Politik oberste Priorität haben. Babiel appellierte deshalb an die Bundes- und die Landesregierungen, die Probleme weiter gemeinsam anzugehen.

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

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