Ravago: Cradle-to-cradle inspiriertes Wohn- und Quartiersprojekt
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Wohnkomplex zu 80 % recyclebar – auch dank RAVATHERM Dämmplatten für begrüntes Umkehrdach
Hamburger HafenCity: Moringa – Cradle-to-cradle inspiriertes Wohn- und Quartiersprojekt
Zwingenberg, 5. Mai 2026. Wie lässt sich höchste Wohnqualität mit einer größtmöglichen Rückbaubarkeit verbinden? Das Wohn- und Quartiersprojekt „Moringa“ in der Hamburger HafenCity zeigt in einzigartiger Weise, wie die Bauweise nach dem „Cradle-to-Cradle“-Prinzip umgesetzt werden kann. Ein Teil dieses Bauprojektes sind die für Hamburg sehr typischen extensiv begrünten Umkehrdächer. Gründächer fungieren als wichtige „grüne Lunge“ in urbanen Räumen, indem sie aktiv zur Verbesserung des Stadtklimas und der Luftqualität beitragen. Sie filtern Schadstoffe, produzieren Sauerstoff und kühlen die Umgebung. So setzen sie den drei eigenständigen Bauteilen des Quartiers die grüne Krone auf – ein sichtbares Zeichen für den hohen Standard dieses Wohnkomplexes. Um die Materialen sortenrein zurückbauen und wiederverwenden zu können, kamen die langlebigen und recyelbaren RAVATHERM XPS X 300 SL Dämmplatten zum Einsatz. Das Besondere: Ein patentiertes Verfahren fügt während der Produktion Graphitpartikel hinzu, was die Wärmeleitfähigkeit deutlich verbessert und so die Energieeffizienz des Produkts weiter erhöht.
Schon vor der Fertigstellung Anfang 2027 setzt Moringa Maßstäbe – und das nicht nur im Quartier Elbbrücken der Hamburger HafenCity, sondern deutschlandweit. Das jetzige Wohn- und Quartiersprojekt mit seinen drei eigenständigen Wohnkonzepten wurde von der Landmarken AG entwickelt. Als erstes Cradle zu Cradle-inspiriertes Wohnhochhaus Europas verbindet Moringa auf rund 24.000 m2 Brutto-Grundfläche rund 220 Wohneinheiten, Coliving & Coworking, soziale Infrastruktur, Gastronomie und Gemeinschaftsflächen mit einer bislang unerreichten Recyclingfähigkeit: Sollten die Gebäude irgendwann zurückgebaut werden, werden sie zum Rohstofflager für künftige Generationen. Denn 80 Prozent der Bau- und Ausstattungsmaterialien lassen sich demontieren, sortenrein trennen und wiederverwenden. Das gilt auch für die Ravatherm XPS X 300 SL Dämmplatten, die als Dämmung auf den Betondecken der extensiv begrünten Umkehrdächer verwendet wurden.
Ravago trägt zum hohen Nachhaltigkeitsstandard bei
„Bei diesem Projekt ist dem Bauherren ein hoher Nachhaltigkeitsstandard besonders wichtig, auch mit Blick auf eine maximale Rückbaubarkeit im Sinne der Kreislaufwirtschaft“, sagt Bauleiter Jan-Ole Scheer vom Generalunternehmen Adolf Lupp GmbH. Sein Unternehmen legt auch bei anderen Projekten großen Wert auf eine langlebige und qualitätsbewusste Bauweise. Daher ist der Einsatz von XPS-Dämmplatten bei Umkehrdächern für ihn kein Neuland. „Ein wichtiger und praktischer Vorteil ist, dass die Dämmplatten nicht geklebt werden müssen“, sagt Jan-Ole Scheer: „Sie lassen sich also nahezu zerstörungsfrei aufnehmen, wenn Gebäude später renoviert oder letztlich zurückgebaut werden müssen.“
Das bestätigt auch Uwe-Günther Rentzsch, Gebeitsleiter Technik bei Ravago Building Solutions: „Durch das lose Verlegen ohne Kleber sind die verwendeten Ravatherm Dämmplatten nicht mit Kleber kontaminiert. So gewährleisten wir die Wiederverwendbarkeit. Zudem sind die Platten unempfindlich gegen Feuchtigkeit, nehmen also weder Grund- noch Regenwasser auf. Damit behalten sie ihre wärmedämmenden Eigenschaften und könnten später grundsätzlich für ein anderes Bauprojekt verwendet werden.“
Gleichzeitig arbeitet Ravago weiter an der Nachhaltigkeit der Ravatherm XPS-Dämmstoffplatten: Zusammen mit dem FPX-Verband entwickelt das Unternehmen eine Lösung, um auch die auf Baustellen anfallenden Abschnitte und Reste der XPS-Produkte zu sammeln und zu recyceln. Das so entstehende Granulat kann dann dem Produktionsprozess von XPS-Dämmstoffen wieder zugeführt werden – eine echte Kreislauflösung.
Zügige Umsetzung in ökologischer Qualität
Die Flächen im Moringa-Projekt bestehen aus dem Hauptdach im siebten Stock mit 1.600 m², eine weitere Fläche mit 360 m² kommt im 13. Stock hinzu. Durch die Deckenkonstruktion aus wasserdichtem WU-Beton entfällt das Aufbringen einer oder mehrerer Abdichtungsbahnen. Die Dämmstoffplatten konnten ohne Verkleben oder einer mechanischen Befestigung Zug um Zug verlegt werden. Auf dem Hauptdach wurde eine Dämmstoffstärke von insgesamt 400 mm benötigt, verlegt in zwei Lagen RAVATHERM XPS X 300SL á 200 mm. Darauf kam eine diffusionsoffene, aber wasserableitende Trennlage. So wird der größte Teil des Oberflächenwassers oberhalb der Dämmung abgeleitet.
Diese Ausführungsweise im Systemaufbau ist einzigartig und vom Deutschen Institut für Bautechnik (Berlin) zugelassen. Der Vorteil: Da der größte Teil des Oberflächenwassers oberhalb der Dämmung bereits abgeführt wird, entfällt der Delta-U-Wert-Zuschlag von 0,05 W(m²K) in der Wärmeschutzberechnung. Das zieht unter Umständen eine Reduzierung der Dämmstoffstärke nach sich. Die Fläche von 360 m² im 13. Stock wurde genauso ausgeführt, jedoch reichte hier eine Gesamtdämmstoffdicke von 320 mm – verlegt in zwei Lagen mit je 160 mm.
Die Dachdecker-Arbeiten gingen denn auch zügig voran, schildert Gunnar Ellermann, Inhaber der ausführenden Dachdeckerei Huber GmbH mit Sitz in Eckernförde. Das rund 90-köpfige Team des Unternehmens ist mit dem Vorgehen vertraut: 2014 startete Hamburg eine ehrgeizige Gründdachstrategie. Seither sind Umkehrdächer bei Neubauten in der Hansestadt weit verbreitet; und selbst das Umkehrdach mit Retention ist inzwischen Bestandteil der allgemeinen Bauartgenehmigung für die Dämmprodukte von Ravago Building Solutions, ausgestellt vom Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin.
Grundlage zum begrünten Umkehrdach binnen einer Woche
Auf den Dachflächen gibt es zahlreiche Durchdringungen und Lichtkuppeln. Dafür hat das Team der Dachdeckerei Huber die Platten vor Ort entsprechend geschnitten – einfach mit dem Fuchsschwanz oder einer elektrischen Handsäge. Eine Besonderheit war die Gebäudetrennfuge, erläutert Gunnar Ellermann: „Diese muss gemäß den Brandschutzanforderungen nicht brennbar ausgeführt werden. Darum dürfen die Dämmplatten diesen Bereich nicht einfach durchgehend überdecken.“ Trotz baulicher Herausforderungen gingen die Arbeiten leicht von der Hand, und die Huber GmbH konnte die Dacharbeiten für den ersten Bauabschnitt mit rund 850 m2 in nur einer Woche fertigstellen: inklusive zeitweiligem Sichern für die Zeit bis zur Begrünung durch einen spezialisierten Fachbetrieb.
Arbeiten auch im „Hamburger Schietwetter“ möglich
Die Hansestadt hat den Ruf, dass es öfters nasse und ungemütliche Tage gibt: das sprichwörtliche „Hamburger Schietwetter“. Für Außenarbeiten und speziell bei Dächern kann das Bauverzögerungen bedeuten – aber nicht mit Ravago. „Das Schöne ist, dass wir die Dämmplatten witterungsunabhängig verlegen können“, sagt Gunnar Ellermann: „Auch bei Regen müssen wir die Arbeiten nicht einstellen.“ So verbinden sich hohe Nachhaltigkeitsqualität und bauliche Effizienz an der Elbe harmonisch miteinander. Und die künftigen Bewohner können sich auf ein echtes Wohnerlebnis freuen!
Über Ravago Building Solutions
Ravago Building Solutions ist der Spezialist von XPS-Dämmstoffen in Europa und Teil der Ravago Gruppe mit Sitz in Belgien. Mit seiner Dämmstoffmarke RAVATHERM™ XPS bietet Ravago Building Solutions ein breites Portfolio hochwertiger Lösungen für eine innovative und nachhaltige Wärmedämmung – von der Gründungsplatte und Perimeterdämmung bis zum Dach. Mit den leistungsstarken XPS-Dämmstoffen der Marke RAVATHERM™ unterstützt Ravago Building Solutions Architekten, Planer, Bauherren und Gebäudebetreiber, bei ihren Bauprojekten Kosten zu minimieren und Energieeffizienz zu optimieren.
Ravago Building Solutions Germany GmbH Elisabetta Simona Magrone Gernsheimerstr. 1, 64673 Zwingenberg Elisa.Magrone@ravago.com