Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Letzte Ruhe in Chisinau
Volksbund weiht deutschen Soldatenfriedhof in der Republik Moldau ein: 20. Mai 2006

    Kassel (ots) - Bis zu 30 000 deutsche Gefallene des Zweiten Weltkrieges können auf dem deutschen Soldatenfriedhof bestattet werden, den der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge am kommenden Samstag in der moldauischen Hauptstadt Chisinau einweiht.

    An der feierlichen Eröffnung nehmen Vertreter der regionalen Verwaltung und der Kirchen sowie der deutsche Botschafter Wolfgang Lerke teil. Die Gedenkansprache hält Hans Engel, Mitglied im Bundesvorstand des Volksbundes. Aus Deutschland erwartet der Volksbund etwa hundert Interessierte und Angehörige der Gefallenen. Unter ihnen werden auch die Bundeswehr-Reservisten aus Höxter und Paderborn sein, die zwei Wochen lang bei der Fertigstellung des Friedhofes geholfen haben.

    Die Anlage ist drei Hektar groß und liegt am nördlichen Stadtrand von Chisinau, im Ortsteil Gratiesti. 4 170 Wehrmachtsangehörige, exhumiert aus mehr als hundert Grablagen im ganzen Land, haben dort bereits ihre letzte Ruhestätte erhalten. Am zentralen Gedenkplatz hat der Volksbund die ihm bekannten Namen der Gefallenen auf Granitstelen dokumentiert.

    Auf dem Staatsgebiet der Republik Moldau sind im Zweiten Weltkrieg sehr viele deutsche Soldaten gefallen und in Gefangenschaft gestorben. Verlässliche Zahlen liegen jedoch nicht vor. Besonders im Raum Chisinau und am unteren Dnjestr gab es heftige Gefechte, bei denen die nach den Gefechten um Stalingrad neu aufgestellte 6. Armee ein zweites Mal vernichtet wurde.

    Ordnungsgemäße Bestattungen waren kaum möglich, so dass der Volksbund noch etliche Jahre zu tun hat, bis alle noch auffindbaren Feldgräber erfasst und exhumiert sind. Der Verband schätzt, die Gebeine von insgesamt etwa 30 000 Gefallenen finden zu können. Rechtliche Grundlage dieser Arbeit ist das deutsch-moldauische Kriegsgräberabkommen vom Mai 1997.

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