Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

"Wir brauchen die Unterstützung der Bevölkerung"/ Volksbund-Präsident Reinhard Führer zur Situation in Tschechien

    Kassel (ots) - Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hofft, dass die breite Berichterstattung über die Gebeine der deutschen Soldaten in Aussig / Usti nad Labem dazu führen wird, dass ihn die deutsche Bevölkerung und die Bundesregierung in noch stärkerem Maße unterstützen werden als bisher.

    "Ich weiß, dass unsere Mitglieder und Spender uns treu bleiben, denn sie kennen und schätzen seit vielen Jahren unsere Arbeit. Wünschenswert ist auch, dass die Bundesregierung den Volksbund trotz der schwierigen Lage des Bundeshaushaltes künftig besser finanziell unterstützen kann", sagt Volksbund-Präsident Reinhard Führer. Der Volksbund benötige auch die Hilfe jener Bürger, die bisher gleichgültig waren oder glaubten, diese Arbeit wäre hinreichend finanziert.

    Reinhard Führer weiter: "Deshalb sind wir dankbar, dass die Medien das Thema aufgegriffen haben. Denn die Geschichte dieser Toten ist in der Tat eine traurige Angelegenheit. Die heute in Aussig befindlichen Kriegstoten sollten ursprünglich auf einer Anlage in Prag bestattet werden. Das vom Volksbund ausgewählte Gelände, der Deutsche Evangelische Friedhof, war geeignet, jedoch wegen der Auflagen des tschechischen Denkmalschutzes und weiterer finanzieller Hürden nicht bezahlbar. Derzeit laufen die Bemühungen auf Hochtouren, ein anderes geeignetes Gelände in der Tschechischen Republik zu finden. So planen wir, entweder einen neuen Sammelfriedhof zu bauen - oder einen bereits bestehenden Friedhof zu erweitern. Die Gebeine der Kriegstoten befinden sich deshalb immer noch in dem erwähnten Aufbewahrungsort. Es geht nicht anders! Eine solche Unterbringung der Gebeine ist würdiger als ihre Freigabe zur Plünderung oder Überbauung.

    In diesem Sommer werden die Mitarbeiter des Volksbundes irgendwo in Osteuropa den 500 000. Kriegstoten seit Beginn der Arbeit dort bergen. Wie auch den anderen zwei Millionen Gefallenen, um deren Gräber wir uns kümmern -werden sie ihm seine letzte Ruhe auf einem unserer Sammelfriedhöfe geben. Mit ein wenig Glück finden sie bei ihm seine Erkennungsmarke, können ihn identifizieren und - nach sorgfältiger Prüfung - seine Angehörigen informieren. Die Suche nach den Kriegstoten ist auch nach über 60 Jahren nicht hoffnungslos!"

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