RPR1. & Rheinzeitung Rheinland-Pfalz-Report
Rheinland-Pfalz-Report von Rhein-Zeitung und RPR1.: Sorgen im Land wachsen – Skepsis beim Blick auf Deutschland, vorsichtiger Vertrauensvorschuss für die neue Landesregierung in Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfalz-Report von Rhein-Zeitung und RPR1.: Sorgen im Land wachsen – Skepsis beim Blick auf Deutschland, vorsichtiger Vertrauensvorschuss für die neue Landesregierung in Rheinland-Pfalz
Koblenz / Ludwigshafen / Mannheim, den 2. September 2026. Die Rhein-Zeitung und RPR1. führen den Rheinland-Pfalz-Report - das Stimmungsbarometer im Land - weiter und veröffentlichen heute die fünfte Ausgabe. In Rheinland-Pfalz wächst zwar die Skepsis mit Blick auf die aktuelle Entwicklung in Deutschland - für die Regierung in Rheinland-Pfalz gibt es aber einen Vertrauens-Vorschuss.
Die Stimmung in Rheinland-Pfalz ist demnach spürbar angespannt und die Befragten bewerten ihre persönliche und wirtschaftliche Lage in der aktuellen Umfrage schlechter - vor allem Männer und Menschen über 30 und über 50 Jahren, aber auch viele junge Befragte. Von den 16 bis 29jährigen sehen 61 Prozent den Staat und die aktuelle Politik der Bundesregierung dafür verantwortlich - ein Plus von 13 Prozent gegenüber der letzten Erhebung. Sogar 15 Prozent mehr und damit die Hälfte der Jungen sagen, die Wirtschaft trage die Verantwortung.
Dabei machen sich sicher auch die höheren Ölpreise und zuletzt gestiegene Kosten für Lebensmittel bemerkbar. 67 Prozent gehen aktuell davon aus, dass sich Deutschland unter der derzeitigen Bundesregierung eher schlecht oder sehr schlecht entwickelt. Für Rheinland-Pfalz sagen das nur 37 Prozent, 19 Prozent setzen auf die neue schwarz-rote-Koalition und 44 Prozent wollen das jetzt noch nicht beurteilen - also: ein gewisser Vertrauens-Kredit ist im Land noch vorhanden.
Wenige Tage vor der Landtagwahl in Sachsen-Anhalt, bei der die aktuellen Umfragen die AfD bei über 40 Prozent sehen, bekommt die Partei auch in Rheinland-Pfalz weiterhin großen Zuspruch.
Im aktuellen Rheinland-Pfalz-Report von der Rhein-Zeitung und RPR1. sagen 24 Prozent der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer, dass sie aktuell die AfD bevorzugen würden.
Rund 100 Tage nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten genießen Gordon Schnieder und die schwarz-rote Landesregierung noch einen gewissen Vertrauensvorschuss. Zwar gaben im aktuellen Rheinland-Pfalz-Report 37 Prozent an, dass sie glauben, Rheinland-Pfalz werde sich mit dieser Landesregierung eher schlecht oder sehr schlecht entwickeln, aber 19 Prozent setzen auf die neue schwarz-rote-Koalition und 44 Prozent wollen jetzt noch nicht beurteilen und geben damit einen gewissen Vertrauens-Kredit.
Dazu Rhein-Zeitung Chefredakteur Lars Hennemann: „Die Befragten differenzieren erkennbar zwischen der Situation im Land und im Bund. Aber auch in Rheinland-Pfalz langt das nicht für ein ungetrübtes Bild, was nicht zuletzt der weiterhin steigende Zuspruch für die AfD zeigt. Wer das ändern will, muss Vertrauen vor allem bei wirtschaftlichen Alltagsthemen zurückgewinnen.“
Dazu RPR1. Programmchef Andreas Holz: „Der erste Rheinland-Pfalz-Report nach der Landtagswahl zeigt deutlich, dass sich die Menschen im Land Sorgen machen. Dabei schauen sie zunehmend kritisch auf die Politik und erwarten, dass gehandelt wird.“
RPR1. Ist ein Unternehmen der Audiotainment Südwest.
Der Rheinland-Pfalz-Report wird vom IFAK Institut im Auftrag der Rhein-Zeitung und RPR1. durchgeführt und erstellt. Für die fünfte Erhebungswelle wurden 1.014 Personen ab 16 Jahren aus Privathaushalten in Rheinland-Pfalz befragt. Die Online-Erhebung fand vom 10. bis 23. August 2026 statt. Die Daten wurden unter anderem nach Alter, Geschlecht, formaler Bildung und Religion gewichtet und sind repräsentativ für die internetnutzende Bevölkerung ab 16 Jahren in Rheinland-Pfalz.
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