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Schulstress macht schon Grundschüler krank – Welche Strategien Kindern wirklich helfen

Schulstress macht schon Grundschüler krank – Welche Strategien Kindern wirklich helfen
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Gleisdorf (ots)

Kopfschmerzen, Bauchweh, Schlafprobleme oder plötzliche Schulangst: Immer mehr Grundschulkinder reagieren körperlich und emotional auf Leistungsdruck, volle Stundenpläne und hohe Erwartungen. Was oft als „normale Phase“ abgetan wird, ist für viele Kinder bereits echter Stress – mit Folgen für Gesundheit, Lernfreude und Selbstwertgefühl.

Gleichzeitig wächst der Eindruck, dass immer mehr Kinder zusätzliche Unterstützung benötigen. Konzentrationsprobleme, Erschöpfung oder mangelnde Ausdauer werden häufiger beobachtet, obwohl viele dieser Kinder grundsätzlich lernfähig sind. Förderung soll hier entlasten und stabilisieren. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass genau diese Förderung nicht immer die gewünschte Wirkung entfaltet. Statt Erleichterung entsteht für manche Kinder zusätzlicher Druck.

Wenn Unterstützung selbst zur Belastung wird

Wenn im Zusammenhang mit Schulstress von Förderung gesprochen wird, sind damit vor allem zusätzliche schulische und außerschulische Maßnahmen gemeint, die auf Leistungssteigerung abzielen. Dazu zählen Förderstunden im Unterricht, ergänzende Übungsformate für einzelne Fächer sowie Nachhilfeangebote, die Defizite ausgleichen sollen. Diese Formen der Förderung sind weit verbreitet und grundsätzlich sinnvoll. Problematisch werden sie dort, wo sie den ohnehin dichten Alltag weiter verdichten.

Kinder, die als förderbedürftig gelten, erleben häufig mehr Lernzeit, mehr Übung und mehr Anforderungen. Was als Unterstützung gedacht ist, wird damit Teil jener Belastung, die den Schulstress überhaupt erst verstärkt. Die Frage ist daher weniger, ob Förderung notwendig ist, sondern wie sie gestaltet wird.

Warum klassische Förderkonzepte an ihre Grenzen stoßen

Klassische Förderansätze orientieren sich häufig an Wiederholung, Übung und Leistungssteigerung. Sie setzen vor allem dort an, wo Schwierigkeiten sichtbar werden, und zielen auf die Verbesserung konkreter Leistungen. Die Frage nach den grundlegenden Voraussetzungen für das Lernen bleibt dabei häufig unbeachtet. Denn Konzentration, Aufmerksamkeit und Durchhaltevermögen entstehen nicht isoliert. Sie hängen eng mit der inneren Regulation, der Verarbeitung von Reizen und der Zusammenarbeit verschiedener Gehirnbereiche zusammen. Bleiben diese Grundlagen unberücksichtigt, stößt selbst gut gemeinte Förderung an Grenzen.

Statt Entlastung entstehen Frustration und Erschöpfung. Kinder erleben sich als dauerhaft gefordert, ohne das Gefühl zu haben, Anforderungen besser bewältigen zu können. Schulstress wird so nicht reduziert, sondern verstetigt.

Ein Perspektivwechsel: Förderung beginnt bei den Grundlagen

Vor diesem Hintergrund rückt ein anderer Ansatz in den Fokus. Förderung wird hier nicht als Ausweitung von Übung verstanden, sondern als Unterstützung der Grundlagen, auf denen Lernen aufbaut. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Lernfähigkeit unter heutigen Bedingungen gestärkt werden kann, ohne zusätzlichen Druck zu erzeugen.

Ansätze wie body’n brain greifen diesen Perspektivwechsel auf. Sie setzen nicht primär bei Inhalten an, sondern bei der Vernetzung im Gehirn. Ziel ist es, Voraussetzungen zu schaffen, die Kindern helfen, schulische Anforderungen ruhiger und strukturierter zu verarbeiten. Förderung bedeutet in diesem Zusammenhang nicht mehr Training, sondern bessere Grundlagen.

Eine zentrale Rolle spielt dabei Bewegung. Sie wird nicht als Ausgleich betrachtet, sondern als gezieltes Instrument zur Unterstützung von Wahrnehmung, Koordination und Aufmerksamkeit. Durch entsprechende Bewegungsimpulse können Prozesse angeregt werden, die für Lernfähigkeit und innere Stabilität relevant sind. Der Fokus liegt dabei nicht auf Leistung, sondern auf Entwicklung.

Warum weniger Druck Lernprozesse erleichtern kann

Ein weiterer Unterschied zu klassischen Förderkonzepten liegt im Umgang mit Leistungsdruck. Anhaltende Anspannung wirkt sich hemmend auf Lernprozesse aus. Unter Druck fällt es Kindern schwerer, sich zu konzentrieren, Zusammenhänge herzustellen oder Aufgaben selbstständig zu bewältigen.

Förderansätze, die auf spielerische Elemente und positive Erfahrungen setzen, schaffen andere Voraussetzungen. Lernen wird nicht beschleunigt, sondern zugänglicher. Kinder erleben sich als handlungsfähig, was sich stabilisierend auf Motivation und Selbstvertrauen auswirkt. In der Praxis zeigt sich, dass Kinder unter solchen Bedingungen häufig ruhiger werden und sich besser auf schulische Aufgaben einlassen können.

Schulstress langfristig reduzieren

Die zunehmende Belastung von Grundschulkindern macht deutlich, dass Förderung neu gedacht werden muss. Mehr Zeit, mehr Übung und mehr Programme führen nicht automatisch zu mehr Entlastung. Entscheidend ist, ob die Förderung an den tatsächlichen Voraussetzungen von Lernen ansetzt.

body’n brain steht exemplarisch für einen Ansatz, der Förderung nicht als zusätzliche Anforderung versteht, sondern als Unterstützung grundlegender Entwicklungsprozesse. Schulstress lässt sich langfristig nur dann reduzieren, wenn Förderung nicht weiter verdichtet, sondern entlastet.

Moderne Förderung bedeutet in diesem Sinne, Lernprozesse dort zu unterstützen, wo sie entstehen. Sie stärkt Grundlagen, statt Druck zu erhöhen – und schafft damit Bedingungen, unter denen Lernen wieder leichter werden kann.

Über Marco Schnabl:

Marco Schnabl ist Gründer von body’n brain, einem Trainingskonzept für spielerisches, gehirngerechtes Lernen ohne Leistungsdruck. Als Geschäftsführer der Vitacia GmbH bringt er über 22 Jahre Erfahrung ein und verbindet Neurodidaktik mit praktischen Ansätzen, um Kinder, Erwachsene und Senioren nachhaltig zu fördern. Sein Motto: „Spaß statt Leistungsdruck.“ Mehr Informationen unter: https://kindertrainer.info/

Pressekontakt:

Vitacia GmbH
Geschäftsführer: Thilo Schneider, Marco Schnabl
E-Mail: info@body-brain-activity.com
Web: https://kindertrainer.info/

Ruben Schäfer
E-Mail: redaktion@dcfverlag.de

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