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Masterflex verweigert Tarifverhandlungen trotz Rekordzahlen

Masterflex verweigert Tarifverhandlungen trotz Rekordzahlen

Trotz neuer Umsatz- und Gewinnrekorde verweigert die Masterflex SE den Einstieg in Tarifverhandlungen mit der IGBCE. Während das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2025 Rekordwerte bei Umsatz, Ergebnis und Eigenkapitalquote ausweist, lehnt die Geschäftsführung Verhandlungen über einen Tarifvertrag für die Beschäftigten am Standort Gelsenkirchen weiterhin ab.

Bereits Anfang März hat die Tarifkommission der IGBCE ihre Forderungen beschlossen und den Arbeitgeber offiziell zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Gefordert werden ein Manteltarifvertrag, ein Entgeltrahmentarifvertrag mit transparenten Entgeltgruppen, eine Entgelterhöhung um 5,2 Prozent sowie eine Differenzierungsklausel für IGBCE Mitglieder. „Die Beschäftigten haben deutlich gemacht, dass sie einen Tarifvertrag wollen. Es geht um faire und verlässliche Arbeitsbedingungen. Dass sich ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen Gesprächen darüber verweigert, ist für uns nicht nachvollziehbar“, sagt Thomas Steinberg, Leiter des IGBCE Bezirks Gelsenkirchen.

Seit Monaten wächst die Unterstützung für das Tarifbegehren. Informationsveranstaltungen und Aktionen auf dem Betriebsgelände stoßen auf großes Interesse, immer mehr Beschäftigte beteiligen sich aktiv und treten der IGBCE bei. „Wir erleben, dass immer mehr Kolleginnen und Kollegen den Wert eines Tarifvertrags erkennen. Sie wollen verbindliche Regeln statt individueller Absprachen und setzen sich gemeinsam dafür ein“, sagt Frank Röttger, zuständiger Fachsekretär der IGBCE. Und auch der Betriebsrat fordert die Geschäftsführung auf, den Weg für Tarifverhandlungen freizumachen. „Die Belegschaft erwartet klare und faire Regelungen für alle Beschäftigten. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich an den Verhandlungstisch zu setzen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln“, sagt Boris Wölm, Vorsitzender des Betriebsrats der Masterflex.

Für die IGBCE steht die Verweigerungshaltung des Unternehmens im deutlichen Widerspruch zur wirtschaftlichen Entwicklung. Masterflex selbst berichtet für das Geschäftsjahr 2025 von einem Konzernumsatz von 102,6 Millionen Euro, einem operativen EBIT auf Rekordniveau sowie einer Eigenkapitalquote von 73,3 Prozent. Zudem soll die Dividende erneut steigen. „Wer wirtschaftlich so erfolgreich ist, sollte auch bereit sein, mit seinen Beschäftigten über zeitgemäße Tarifstandards zu verhandeln. Unsere Hand bleibt ausgestreckt – wir sind jederzeit bereit, Gespräche aufzunehmen“, betont Steinberg.

Die IGBCE wird den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit den Beschäftigten konsequent fortsetzen. Ziel bleibt ein Tarifvertrag, der Arbeitsbedingungen, Entgelt und Arbeitszeit verbindlich regelt.

IGBCE Gelsenkirchen
Verantwortlich: Thomas Steinberg, Bezirksleiter
Goldbergstraße 84, 45894 Gelsenkirchen
Telefon: +49 20 99 33 47 21
Telefax: +49 20 99 33 47 28
E-Mail: bezirk.gelsenkirchen@igbce.de
Internet:  IG BCE Bezirk Gelsenkirchen
 
Über uns:
Der IGBCE-Bezirk Gelsenkirchen liegt im Herzen des Ruhrgebiets. Er umfasst die Städte Gelsenkirchen, Essen, Bottrop und Gladbeck. Wir betreuen ca. 60 Betriebe in verschiedensten Branchen. Auch nach Ende des Bergbaus, sind wir stark organisiert in der Energieerzeugung, der chemischen Industrie, Glasindustrie und Papiererzeugung. Aber auch Branchen wie Wohnungswirtschaft, Flächenentwicklung, Gesundheitswirtschaft, Transport-, Labor- und IT-Dienstleister werden von uns betreut. Bezirksleiter ist Thomas Steinberg. Der Bezirk Gelsenkirchen gehört als einer von neun Bezirken zum Landesbezirk Nordrheinwestfalen.
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