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Merrill Lynch und Capgemini World Wealth Report: Zahl vermögender Investoren 2005 auf 8,7 Millionen angewachsen

    New York/Frankfurt (ots) -

    Starke Zunahme vor allem in Schwellenländern und dem     Asien-Pazifikraum

    Investoren setzen weltweit stärker auf Aktien und alternative     Anlageformen

    Das Gesamtvermögen wohlhabender Privatanleger ist im vergangenen Jahr weltweit um 8,5 Prozent auf 33,3 Billionen US-Dollar angestiegen. Wie heute aus dem zehnten World Wealth Report (WWR) von Capgemini und Merrill Lynch hervorgeht, stieg die Zahl der so genannten HNWI's (High Net Worth Individuals - Privatanleger mit einem Finanzvermögen von mehr als einer Million US-Dollar ohne Berücksichtigung von selbstbewohnten Immobilien) weltweit um 6,5 Prozent auf 8,7 Millionen. Deutlich stärker, um 10,2 Prozent auf 85.400, wuchs die Zahl besonders wohlhabender Privatinvestoren ("Ultra-HNWI's"), die über ein Vermögen von mehr als 30 Millionen US-Dollar verfügen.

    Mageres Wachstum in Deutschland - starker Zuwachs der HNWI's in     Schwellenländern

    In Deutschland wurden 2005 insgesamt 767.000 HNWI's gezählt, damit erhöhte sich die Zahl der Dollarmillionäre hierzulande gegenüber dem Vorjahr nur um 0,9 Prozent. "Wie schon im Vorjahr konnten in Deutschland 2005 trotz sehr positiver Aktienmarktentwicklung und steigender Produktivität kaum neue Vermögen gebildet werden", kommentiert Achim Küssner, Geschäftsführer von Merrill Lynch Investment Managers für Deutschland und Österreich. "Hemmend wirkten sich unter anderem das durch die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit und geringe Lohnsteigerungen gedrückte Verbrauchervertrauen, das komplizierte Steuersystem und der überregulierte Arbeitsmarkt aus."

    In den USA und Kanada lebten im vergangenen Jahr weltweit die meisten HNWI's. Ihre Zahl erhöhte sich aber nur noch um 6,9 Prozent, nachdem 2004 ein Anstieg um 9,8 Prozent ermittelt wurde. Am stärksten stieg die Zahl vermögender Privatanleger 2005 in Südkorea mit plus 21,3 Prozent, gefolgt von Indien (plus 19,3 Prozent), Russland (plus 17,4 Prozent) und Südafrika (plus 15,9 Prozent). Von den vier so genannten BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China zählten im Jahr 2005 drei zu den zehn Ländern mit dem am schnellsten wachsenden HNWI-Anteil in der Bevölkerung.

    Umschichtung von Anlagen vor allem in den Asien-Pazifik-Raum Der größte Anteil des weltweiten Anlagevermögens wohlhabender Privatinvestoren konzentriert sich noch immer in den USA und Kanada, allerdings wurden auch 2005 Investitionen aus dieser Region abgezogen. Waren die Mittelabflüsse im Jahr 2004 noch durch das mangelnde Vertrauen in den US-Dollar bedingt, so verringerten Investoren 2005 ihre Investments in Nordamerika vor allem wegen niedriger Erträge. Auf den Asien-Pazifik-Raum entfielen im vergangenen Jahr 23 Prozent des weltweiten HNWI-Anlagevolumens, womit Europa mit einem Anteil von 22 Prozent als zweitbeliebteste Region für internationale Investitionen abgelöst wurde. Europäische Investoren erhöhten allerdings ihren Anteil einheimischer Anlagen auf 48 Prozent von 40 Prozent im Jahr zuvor. Sie ließen sich offenbar von der starken Wertentwicklung der reiferen europäischen Aktienmärkte und den guten Fortschritten europäischer Schwellenländer überzeugen.

    HNWI's bleiben gut diversifiziert - regionale Unterschiede im     Anlageverhalten

    Der zehnte WWR zeigt, dass die HNWI's bei der Vermögensallokation deutlich aggressiver vorgehen als noch im Vorjahr. "Wohlhabende Privatanleger machen sich immer mehr die Strategien der Ultra-HNWI's zu eigen", erläutert Hans-Jürgen Walter, Vice President Global Financial Services bei Capgemini. "Sie balancieren ihre Portfolios neu aus, indem sie den Anteil internationaler Anlagen erhöhen, weil diese Märkte stärkere Erträge liefern und die Unsicherheiten über die Entwicklung des US-Dollar zunehmen. Ein Beweis für dieses Verhalten sind die zunehmenden Investitionen wohlhabender Privatanleger in den asiatischen Märkten", so Walter weiter. Bei alledem bleiben die HNWI's aber gut diversifiziert, um einen maximalen Schutz ihrer Investitionen sicherzustellen. Zunehmend investiert wurde im vergangenen Jahr in Aktien und alternativen Anlageformen, reduziert wurde dagegen der Anteil festverzinslicher Wertpapiere. Während Private-Equity-Anlagen weltweit zulegten, verloren Hedgefonds aufgrund der stetig sinkenden Erträge in den letzten zwei Jahren deutlich an Boden. Immobilienanlagen brachten dagegen trotz steigender Zinsen und der Angst vor einem Abschwung des Sektors auch 2005 noch gute Erträge. Daher hielten HNWI's im vergangenen Jahr an ihren Immobilienanlagen fest, obwohl die Gewinne niedriger lagen als im Vorjahr. Ausgehend von Befragungen wohlhabender Anleger ist aber damit zu rechnen, dass der Immobilienanteil in den Portfolios der HNWI's im Jahr 2006 zurückgehen wird.

    Ausblick

    Wohlhabende Privatanleger werden in absehbarer Zukunft Vermögenswerte aus den reiferen Märkten abziehen und in Schwellenländern anlegen. In den kommenden Jahren ist ein weiterer Rückgang der Investitionen in Nordamerika und Europa zu erwarten. Zulegen dürften dagegen die Märkte im Asien-Pazifik-Raum und in Lateinamerika. Wohlhabende Privatanleger werden voraussichtlich auch weiterhin eine etwas aggressivere Portfolioausrichtung bevorzugen, indem sie den Anteil von Barmitteln, Bankeinlagen und Immobilien reduzieren und Mittel in Aktien und alternative Geldanlagen umschichten. "Das Interesse an internationalen Geldanlagen ist bei den HNWI's ebenso angestiegen wie ihre Investitionen in Aktien und alternativen Anlageformen", resümiert Hans-Jürgen Walter. "Dies sind nicht nur klare Zeichen dafür, dass wohlhabende Investoren weltweit bei der Geldanlage immer ausgeklügelter vorgehen. Die HNWI's sind auch so entschlossen wie nie zuvor, künftig mit den Gewinnen der Jahre 2003 und 2004 vergleichbare Erträge zu erzielen", so Walter abschließend.

    Presseinfo und Merrill Lynch/Capgemini World Wealth Report 2006 unter www.de.capgemini.com/presse oder www.ml.com

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