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Lausitzer Rundschau: Zu Olympische Spiele/Doping-Verdacht: Kein Freispruch

    Cottbus (ots) - Die Lausitzer Rundschau, Cottbus, zu Olympische Spiele/Doping-Verdacht: Bei den Olympischen Winterspielen in Turin sorgen nicht nur die Wettkämpfe in der Loipe oder auf dem Eis für Spannung. Mindestens genauso spannend gestaltete sich das Warten auf die Ergebnisse der Doping-Proben von zehn österreichischen Biathleten und Langläufern. Dabei war das Ergebnis im Grunde genommen zweitrangig. Fest stand schon zuvor: Auch das negative Testergebnis kann kein Freispruch für die österreichischen Sportler sein. Zu erdrückend sind die Fakten der Razzia vom vergangenen Wochenende. Blutverschmierte Spritzen, Apparate für Bluttests und -transfusionen sowie Athleten, die panikartig das Land verlassen - all das hatte unabhängig vom Dopingtest einen langen Schatten auf die morgen zu Ende gehenden Winterspiele geworfen. Täglich werden Informationen bekannt, mit welch krimineller Energie die Sportbetrüger zu Werke gehen. Selbst dem naiven Konsumenten am Fernseher fällt der unbefangene Jubel über die errungenen Medaillen schwer. Ein Verdacht läuft inzwischen immer mit. Und genau dieses Geflecht aus Verdächtigungen und Mutmaßungen ist die tragische Kehrseite der Doping-Problematik. Denn beschmutzt werden letztlich alle: die Täter, aber auch die sauberen Athleten. Deshalb ist es im Sinne des gesamten Sportes, wenn der Kampf gegen das Doping konsequent fortgeführt wird. Die konzertierte Aktion von IOC und den italienischen Justizbehörden hat dabei Maßstäbe gesetzt. Dennoch sollten wir realistisch bleiben. Zu gewinnen ist dieser Kampf wohl nicht. Aber jeder entlarvte Dopingsünder ist zumindest ein Teilsieg für den Sport.

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