Netzpaket des Bundeswirtschaftsministeriums ist Frontalangriff auf die Energiewende
Pressestatement zum geplanten Netzpaket des Bundeswirtschaftsministeriums:
Frontalangriff auf die Energiewende
Das Bundeswirtschaftsministerium plant mit einem Netzpaket Vorrangregeln für Erneuerbare Energien auszuhebeln. Ein entsprechender Entwurf aus dem Ministerium wurde am Wochenende bekannt. Carolin Dähling, Bereichsleiterin Politik und Kommunikation bei Green Planet Energy, kommentiert:
„Das geplante Netzpaket des Bundeswirtschaftsministeriums ist ein Frontalangriff auf die Energiewende. Wenn der Einspeise- und Anschlussvorrang für erneuerbare Energien fällt, droht der Ausbau von Wind- und Solarenergie massiv einzubrechen. Ministerin Reiche hält zwar offiziell an den Ausbauzielen fest, doch was nützen Solardächer und Windräder auf dem Papier, wenn neue Anlagen nicht wirtschaftlich betrieben werden können und keinen verlässlichen Netzanschluss mehr bekommen?
In der Praxis wären Betreiber in fast allen Netzregionen Deutschlands gezwungen, auf Entschädigungen bei Abregelungen zu verzichten, um neue Anlagen schnell zu realisieren. Hinzu kommen Unsicherheiten bei der Gestaltung von Baukostenzuschüssen. Das ist ein toxischer Mix, der Investitionen abwürgt und gerade die bürgernahe Energiewende trifft.
Besonders fatal ist, dass die Verantwortung für überlastete Netze auf Anlagenbetreiber abgewälzt wird, anstatt Netzbetreiber endlich in die Pflicht zu nehmen. Es braucht nicht weniger Erneuerbare-Energien-Anlagen, sondern intelligentere, digitale Netze.
Unsere Forderungen sind klar: Der Anschluss- und Einspeisevorrang für Erneuerbare darf nicht angetastet werden, er ist das Rückgrat der Energiewende. Netzbetreiber müssen verpflichtet werden, Netzausbau und Digitalisierung massiv zu beschleunigen.
Klimaschutz gelingt nur mit mehr Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren. Wer sie jetzt ausbremst, verschärft die Engpässe – und gefährdet die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft.“
Über Green Planet Energy:
Die Energiegenossenschaft Green Planet Energy eG, 1999 von Greenpeace gegründet, gehört ihren mehr als 50.000 Mitgliedern und versorgt rund 200.000 Haushalte und Geschäftskund:innen mit innovativen Ökostrom- und Gasprodukten. Dabei setzt Green Planet Energy auf Stromerzeugung aus 100 Prozent erneuerbaren Energien: Die Genossenschaft betreibt Wind- und Solarparks sowie Elektrolyseure zur Produktion von grünem Wasserstoff (Windgas) und bezieht Strom ausschließlich aus Direktlieferverträgen – garantiert ohne Kohle- oder Atomstrom. Green Planet Energy unterstützt Kund:innen, Unternehmen und Kommunen bei ihrer Energiewende - von der eigenen Wärmepumpe über PV-Anlagen und Mieterstromprojekte bis hin zur kommunalen Wärmeplanung. Als nicht profitmaximierende Genossenschaft engagiert sich Green Planet Energy auch politisch für eine sozial gerechte Energiewende. green-planet-energy.de
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