Deutsche Managerinnen und Manager vertrauen Künstlicher Intelligenz stärker als französische und britische Führungskräfte
Köln (ots)
Die Genauigkeit der gelieferten Daten und die Qualität der Antworten von KI-Tools sind beim Einsatz am Arbeitsplatz sehr wichtig. Während die Mehrheit der französischen und britischen Führungskräfte Zweifel an der Qualität von KI-Tools äußert, zeigen sich deutsche Managerinnen und Manager überwiegend zuversichtlich bei diesem Thema. Das ist das Ergebnis der aktuellen Ausgabe des "Expleo AI Pulse", einer monatlichen Befragung von Entscheidern im Vereinigten Königreich, Frankreich und Deutschland zum Thema "Künstliche Intelligenz in Unternehmen".
Die Ergebnisse der Umfrage im Detail: Im Durchschnitt der europäischen Führungskräfte äußerten 52 Prozent der Befragten Zweifel an der Genauigkeit und Qualität von KI-Antworten im beruflichen Alltag. Besonders besorgt sind Führungskräfte aus Großbritannien (59 Prozent), gefolgt von Führungskräften aus Frankreich (55 Prozent). Deutschland hebt sich deutlich von seinen Nachbarländern ab. Hier äußern lediglich 43 Prozent der befragten Managerinnen und Manager Skepsis bezüglich der Verlässlichkeit von KI-Tools am Arbeitsplatz.
"Je stärker KI in betriebliche Abläufe integriert wird, desto größer wird der Anspruch an Verlässlichkeit", sagt Dr. Yusuf Erdogan, Country Lead Digital & Technology bei Expleo Deutschland. Dass deutsche Führungskräfte weniger skeptisch sind, muss jedoch kein Zeichen von Leichtgläubigkeit sein, sondern kann nach Ansicht des Digitalisierungsexperten auch auf etablierte Prüfprozesse, klare Governance-Strukturen und einen bewussteren Umgang mit KI zurückzuführen sein: "Entscheidend für den KI-Einsatz ist nicht blinder Vertrauensvorschuss, sondern die Fähigkeit, Ergebnisse einzuordnen und abzusichern."
Responsible AI wird zum Wettbewerbsfaktor
Zu den häufigsten Kritikpunkten zählen laut Erdogan KI-Halluzinationen, veraltete Trainingsdaten, intransparente Quellen und mangelnde Kontextsensitivität. "In stark regulierten Branchen wie dem Finanzwesen oder dem Gesundheitswesen können fehlerhafte KI-Ergebnisse erhebliche Konsequenzen haben", so Erdogan. "Umso wichtiger sind klare Prüfprozesse, kontinuierliches Testing und laufendes Monitoring - insbesondere in Kombination mit Human-in-the-Loop-Ansätzen."
Für die Zukunft gewinnt Responsible AI nach Erdogans Ansicht weiter an Bedeutung: "KI muss nicht nur leistungsfähig, sondern auch erklärbar, überprüfbar und verlässlich sein. Die nächste Entwicklungsstufe von KI entscheidet sich nicht allein an technischer Exzellenz, sondern daran, ob Qualität, Transparenz und klare Verantwortung konsequent zusammengedacht werden."
Der Sentiment-Index sinkt leicht, Grundvertrauen bleibt erhalten
Die zunehmende Differenzierung im Umgang mit KI spiegelt sich auch im Stimmungsbild wider. So sank der europäische AI-Pulse-Sentiment-Score im Januar leicht auf 65 Punkte (im Vormonat waren es 67 Punkte). Großbritannien liegt mit 68 Punkten weiterhin an der Spitze, Deutschland erreicht 64 Punkte und Frankreich 63 Punkte.
"Ein Wert über 60 steht weiterhin für Zuversicht", ordnet Erdogan ein. "Wir sehen also keinen Vertrauensverlust, sondern eine realistischere Erwartungshaltung. Unternehmen nutzen KI intensiver und prüfen ihre Ergebnisse kritischer. Diese Entwicklung ist ein notwendiger Schritt auf dem Weg zu einem verantwortungsvollen Einsatz in allen Unternehmensbereichen."
Kernaussagen
- 52 Prozent der europäischen Führungskräfte äußern Zweifel an der Genauigkeit und Datenqualität von KI-Tools im beruflichen Alltag
- Deutschland zeigt sich weniger skeptisch: Nur 43 Prozent der Manager äußern Bedenken - gegenüber 59 Prozent im Vereinigten Königreich und 55 Prozent in Frankreich
- Der europäische AI-Pulse-Sentiment-Score liegt bei 65 Punkten und damit weiterhin auf einem positiven Niveau
Zur AI-Pulse-Studie
Die "Expleo AI Pulse"-Umfrage wird seit August 2025 monatlich in Deutschland, Großbritannien und Frankreich durchgeführt und liefert repräsentative Stimmungsbilder zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen. Die aktuelle Ausgabe basiert auf der sechsten Erhebungswelle (Feldphase: Januar 2026). Pro Land werden 200 Führungskräfte befragt, insgesamt 600 Personen pro Monat. Die Teilnehmenden stammen aus Branchen wie IT, Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Handel, Ingenieurwesen sowie Transport und Logistik. Die Studie wird von der Insights-Agentur Opinium im Auftrag von Expleo durchgeführt. Umfangreiche Datensätze und zusätzliche Informationen sind auf Anfrage erhältlich.
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