FIL - Internationaler Rodel Verband
Die Welt rückt näher zusammen im olympischen Rodelsport
Cortina d'Ampezzo (ots)
Nationenvielfalt als starkes Signal von Cortina 2026
Fünf Disziplinen, fünf Tage voller Entscheidungen - und ein starkes Zeichen für die internationale Entwicklung des Rennrodelns. Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand Cortina gingen in allen fünf olympischen Wettbewerben die Plätze eins bis vier jeweils an vier verschiedene Nationen.
Was sich im Cortina Sliding Centre vom 7. bis 12. Februar abspielte, war nicht nur sportlich hochklassig, sondern auch ein Symbol für eine neue Breite an der Weltspitze: Die Welt rückt näher zusammen im olympischen Rodelsport.
Herren Einsitzer: Rekorde und internationale Dichte
Den Auftakt machte der Herren Einsitzer - traditionell die Königsdisziplin. Weltmeister Max Langenhan (GER) dominierte mit vier Bahnrekorden in vier Läufen und sicherte sich Gold in 3:31,191 Minuten. Doch hinter ihm zeigte sich das neue internationale Gesicht des Sports:
Silber ging an Jonas Müller (AUT), Bronze an Dominik Fischnaller (ITA), Rang vier an einen Athleten aus Lettland - vier Nationen in den Top vier.
Die Abstände waren knapp, die Leistungsdichte beeindruckend. Selbst historische Dominanz wird inzwischen von globaler Konkurrenz begleitet.
Damen Einsitzer: Emotionen und Aufbruch
Im Damen Einsitzer erfüllte sich Julia Taubitz (GER) mit Gold ihren Olympiatraum. Doch auch hier spiegelte das Podium die neue Breite wider:
Silber für Elina Bota (LAT), Bronze für Ashley Farquharson (USA) - zwei Kontinente in den Medaillenrängen.
Was früher oft von wenigen Nationen geprägt war, ist heute ein weltumspannender Wettkampf auf Augenhöhe.
Premiere im Damen Doppel: Ein Meilenstein
Historisch wurde es mit der olympischen Premiere im Damen Doppel. Andrea Vötter / Marion Oberhofer (ITA) sorgten für italienische Festspiele mit Gold vor Dajana Eitberger / Magdalena Matschina (GER) und Selina Egle / Lara Kipp (AUT).
Auch hier: vier Nationen unter den besten vier. Die Einführung dieser Disziplin war nicht nur ein Gleichstellungsschritt, sondern ein internationales Erfolgsmodell. Die Leistungsdichte bestätigte eindrucksvoll die sportliche Reife dieser Konkurrenz.
Herren Doppel: Millimeter entscheiden
Im Herren Doppel blieb Gold ebenfalls in Italien: Emanuel Rieder / Simon Kainzwaldner triumphierten mit zwei nahezu perfekten Läufen. Dahinter folgten Österreich und Deutschland - erneut drei Nationen auf dem Podium und eine vierte auf Rang vier.
Die Zeitabstände im Hundertstelbereich machten deutlich: Dominanz ist heute relativ. Konstanz, Technik und Nervenstärke entscheiden - unabhängig von der Nation.
Team Staffel: Gemeinsame Stärke
Den emotionalen Schlusspunkt setzte die Team Staffel. Deutschland blieb auch 2026 ungeschlagen, doch Silber ging an Österreich, Bronze an Gastgeber Italien - und wieder komplettierten vier Nationen die Top vier.
Die Staffel steht sinnbildlich für das, was diese Woche prägte: Teamgeist, internationale Rivalität auf Augenhöhe und gegenseitiger Respekt.
Medaillenspiegel - Rennrodeln, Olympische Winterspiele Mailand Cortina 2026
1. Deutschland: 3x Gold, 1x Silber, 1x Bronze
2. Italien: 2x Gold, 2x Bronze
3. Österreich: 3x Silber, 1x Bronze
4. Lettland: 1x Silber
5. USA: 1x Bronze
Fünf Nationen gewannen Medaillen, noch mehr Nationen fuhren in die Top vier. Europa und Nordamerika standen gemeinsam im Rampenlicht - ein klares Signal für die globale Entwicklung des Sports.
Mehr als Medaillen
Mailand Cortina 2026 war für das Rennrodeln mehr als eine erfolgreiche Olympia-Woche.
Eine neue Disziplin etablierte sich nachhaltig.
Rekorde wurden gebrochen.
Karrieren gekrönt.
Und vor allem: Die internationale Leistungsdichte erreichte ein neues Niveau.
Die Zeiten, in denen einzelne Nationen allein das Geschehen bestimmten, weichen einer neuen Realität: Wettbewerb auf Augenhöhe.
Cortina hat gezeigt, dass der olympische Rodelsport moderner, vielfältiger und internationaler denn je ist - und dass genau darin seine größte Stärke liegt.
Pressekontakt:
Margit Dengler-Paar
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