Schauspiel Köln bringt CORRECTIV-Recherche über kirchlichen Machtmissbrauch auf die Bühne
Ein Dokument
Mit „Das Schweigen des Heiligen Vaters“ bringt das Schauspiel Köln im Schwerpunkt „Theater und Journalismus“ eine einmalige künstlerische Intervention am Donnerstag, 2. April, auf die Bühne.
„Das Schweigen des Heiligen Vaters“
Vor dem Hintergrund einer Recherche von CORRECTIV beleuchtet das Stück den systematischen sexuellen Missbrauch Minderjähriger in der katholischen Kirche und die jahrzehntelange Vertuschung bis in die höchsten Ebenen des Vatikans. Grundlage sind zahlreiche Originaldokumente, Briefe und Archivfunde.
Im Mittelpunkt des Theaterabends steht ein leerer Papststuhl, der für das beharrliche Schweigen der Institution steht. Das Stück zeichnet anhand realer Akten und internationaler Fälle nach, wie der Vatikan systematisch Anzeigen ignoriert und Missbrauch über Jahrzehnte verschleppt hat – von Deutschland über Italien und Portugal bis Kolumbien und die USA.
Projektionen von Dokumenten und Medienberichten machen sichtbar, wie tief das System der Verschleierung reicht. Studien und Recherchen, die im Stück aufgegriffen werden, sprechen von weltweit zehntausenden Opfern und lang verschlossenen Archiven, die bis heute zentrale Fragen unbeantwortet lassen.
„Das Schweigen des Heiligen Vaters“ versteht sich als künstlerischer Aufruf zu Transparenz und fragt, wie lange eine Kirche schweigen kann.
Die Textfassung stammt von Traudl Bünger, Jean Peters und Kay Voges, der auch Regie führt. Auf der Bühne stehen Anja Laïs, Anke Zillich, Andreas Beck und Paul Grill. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Depot 1 auf dem Carlswerk-Gelände.
Im Anschluss gibt es ein Nachgespräch zum Thema mit Joachim Frank (Kölner Stadt-Anzeiger) Marcus Bensmann und Anna Kassin (beide CORRECTIV). Tickets gibt es an der Vorverkaufskasse in den Opernpassagen, unter www.splkln.de oder 0221/221-28400. Die Aufführung wird zeitgleich kostenlos per Stream auf nachtkritik.de und www.splkln.de übertragen. Es kommt parallel im Teatro Nacional D. Maria II, E.P.E. Lissabon und später im April im Narodni Divadlo Prag zu Aufführungen.
Der Text ist rechtefrei und darf für eine Aufführung oder Publikation gekürzt oder ergänzt werden; die Urheberschaft der Autor*innen und die zugrunde liegende Recherche von CORRECTIV sind zu nennen. Aufführungstermine sowie Bild- und Videomaterial sind verfügbar.
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