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Wo ist die Verbindung zwischen den Paralympics mit einem philosophischen Kriminalroman?

Wo ist die Verbindung zwischen den Paralympics mit einem philosophischen Kriminalroman?
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Diesen Artikel schreibe ich kurz nach der Abschlussfeier zu den Paralympics, die mich unglaublich fasziniert hat. Insbesondere die Balletteinlagen, in denen Menschen mit Einschränkungen teilhaben konnten. Die Rollstuhlfahrer standen im Mittelpunkt und waren so selbstverständlich in die Bewegungsabläufe und Lichtinstallationen integriert, dass man denken konnte, dies war schon immer schon so möglich. Großartig war die Inklusion der mit einem Bein tanzenden Balletttänzerin. Sogar die Farben der Kostüme der anderen Tänzer waren abgestimmt auf diese eine faszinierende Tänzerin.

Aber wie kommen die Paraskifahrer und ganz besonders ein junger Mann, der sein Bein verloren hat, in diesen Krimi? Angelegt war die Grundlage dazu schon ganz am Anfang meines Schreibens mit der Wahl eines fiktiven Ortes in den Dolomiten, in dem der größte Teil des Geschehens stattfindet. In einem Hotel befindet sich auch eine Gruppe junger Paraskiläufer, die für die olympischen Spiele trainiert. Als ich diesen Ort erfunden habe, wusste ich selbst noch nicht, dass der junge Skifahrer, der in der stehenden Klasse fährt, nach und nach eine tragende Rolle erhält.

Eigentlich war das Ende der Geschichte, wenn ich auf mein Leben zurückschaue, schon lange in meinem Kopf angelegt. Als leidenschaftliche Skifahrerin verbinden sich für mich der Wintersport mit den Dolomiten. Einen Blick für Menschen mit Behinderungen habe ich schon in der Pubertät entwickelt, als ich die Bücher im Schrank meiner Mutter nach und nach verschlungen habe. Dort gab es ein Buch über Helen Keller, die Ende des 19. Jahrhunderts in frühem Kindesalter ihr Seh- und Hörvermögen verlor. Sie hatte das große Glück, dass sie sehr gefördert wurde und hat daraufhin Unglaubliches geleistet – vom Erlernen eines speziellen Morsealphabetes über einen Studienabschluss bis zu Büchern, die sie selbst geschrieben hat und Vorträgen als Aktivistin für taubblinde Menschen.

Diese Geschichte hat mich so sehr fasziniert, dass ich glücklich darüber war, dass infolge der UN-Behindertenrechtskommission von 2008 auch das Behindertengleichstellungsgesetz in Deutschland angepasst wurde. In den 10er-Jahren des neuen Jahrtausends wurden bei jeder Schulsanierung neue Aufzüge eingebaut, deren Detailplanung auch über meinen Schreibtisch lief. Da Sprachen schon lange mein Hobby waren, ich diese aber immer mehr visuell erlernen konnte als über das Hören, habe ich mich schließlich auch in die Raumakustik eingearbeitet. Soweit es mir möglich war, habe ich treibend in meiner Rolle als Planerin für Nichtmuttersprachler und Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen gearbeitet.

Traurigerweise sind die Errungenschaften der UN-Konvention in vielen Krisengebieten nicht durchsetzbar. In den Nachrichten werden eher die kaputten Gebäude als das aktuell täglich neue, große Leid der Menschen gezeigt.

In meinem Philosophischen Kriminalroman „Just Love oder Scheinliebe?“ gibt es einen jungen Paraskifahrer, der voll Lebensfreude ist und die anderen mit seiner guten Laune ansteckt. Nachdem es mir nicht möglich war, vor vielen Jahren als Volunteer bei den Paralympics selbst teilzunehmen, habe ich meine Geschichte so geschrieben, dass sie die Menschen mit Einschränkungen ehrt. Lässt man sich auf die Kraft und die Ausdauer dieser Menschen ein, dann wirkt das ansteckend. Wunderbar war das Ballett der Abschlussfeier der Paralympics. Großartig habe ich die Theaterstücke empfunden, in denen Menschen mit Behinderungen integriert waren. Und die größten Persönlichkeiten, die ich in meinem Leben getroffen habe, waren die Menschen, die in der Familie ein Kind mit Einschränkungen haben oder hatten. Wer Freude an Sprache hat, wird auch verstehen, wie sehr es mich fasziniert hat, die Welt des Orients mit unseren Werten zu verbinden und an Vorurteilen zu arbeiten.

Sind Sie neugierig geworden? Treten Sie einfach mit uns in Kontakt, gerne mit mir direkt unter:

info@sabinegabrielethomas.de

Herzliche Grüße

Sabine Gabriele Thomas, Bauingenieurin und Autorin

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