Die Herrschaft der Zahlen
Zahlen gelten als nüchtern, objektiv, unbestechlich. Doch in Wahrheit sind sie längst zu politischen Akteuren geworden. Ob Wahlprognosen, Schuldenquoten, Inzidenzwerte oder Algorithmen sozialer Medien – Zahlen strukturieren nicht nur unsere Wahrnehmung der Welt, sie formen Entscheidungen, legitimieren Macht und prägen gesellschaftliche Debatten. Mathematik ist damit zentrales Instrument der Gegenwart.
Ein Beispiel algorithmischer Macht ist der Reichweiten-Score sozialer Medien, die unsichtbaren Bewertungszahlen, mit denen Plattformen entscheiden, welche Inhalte sichtbar werden und welche verschwinden. Likes, Shares, Verweildauer und Interaktionsraten fließen in mathematische Modelle ein, die jedem Beitrag einen Wert zuweisen, und damit seine politische Reichweite bestimmen. Diese Scores belohnen Zuspitzung, Emotionalisierung und Polarisierung, während differenzierte oder leise Stimmen algorithmisch an den Rand gedrängt werden.
Allgemein wird angenommen, dass sich algorithmische Scores von frühen Zahlensystemen nicht durch ihrer Bedeutung unterscheiden, sondern durch ihre Unsichtbarkeit. Bereits um 10.000 v. Chr. begannen frühe Hochkulturen, Zahlen als Werkzeuge gesellschaftlicher Ordnung zu nutzen: zum Zählen von Ernten, zur Verteilung von Ressourcen, zur Festlegung von Abgaben oder zur Bestimmung heiliger Zeitpunkte. Zahlen waren konkret, nachvollziehbar und an gemeinsame Erfahrungen gebunden. Kerbhölzer, Tonmarken oder einfache Zählsteine machten Mengen sichtbar und überprüfbar. Mathematik diente der Verständigung innerhalb der Gemeinschaft. Auch die Maya waren präzise Astronomen und Mathematiker. Fasziniert davon habe ich einen Mayakalender geschnitzt, was jedoch eskalierte, aber davon später mehr…
Nun ist es aber so: auch damals schon haben geheime und unsichtbare Zahlen die Menschheitsgeschichte geprägt. Welchen eminenten Zahlen ich auf die Schliche gekommen bin, erfahren Sie in meinem Roman „Der Hase des Henoch“. In meinen langjährigen Erforschungen, Schockzuständen, Zweifeln und meiner Suche nach der Bestätigung der Erkenntnisse, die mich letztlich auf die Reise in den vietnamesischen Urwald geführt hat, habe ich oft weniger verstanden als den Verstand verloren. Und doch das Resultat: unsere Weltordnung fängt nicht da an, wo wir sie vermuten. Denn in unserer Gegenwart, in der Zahlen, Daten, Fakten alles erklären sollen und doch immer weniger Sinn stiften, zeige ich den wahren zahlenbasierten Ursprung der Kulturen. Und wenn Sie mir darin folgen mögen, werden Sie verstehen oder aber ebenfalls den Verstand verlieren.
Mögen Sie darüber mit mir in den Diskurs treten? Dann kontaktieren Sie uns einfach, gerne mich auch direkt unter:
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Herzliche Grüße
Ihr Konstantin Becker-Bachmann, Unternehmer und Autor
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