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VNW-Direktor zur Krise am Neubau: Ländlicher Raum muss attraktiver werden

42/2026

Eine Analyse des Immobilienspezialisten Jones Lang LaSalle (JLL) zeigt: Der Wohnungsbau in Deutschland bleibt auch2026 schwach - und zu viele Wohnungen entstehen dort, wo sie wenig gebraucht werden. Demnach werden jährlich rund 50.000 neue Wohnungen in Regionen mit stagnierender oder sinkender Nachfrage errichtet. In Städten aber sind die Wohnungen knapp.

Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

Der Wohnungsbau steckt in der Krise. Im vergangenen Jahr wurden sowohl in Hamburg, als auch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern 2025 weniger Wohnungen gebaut als 2024. In Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern lag der Rückgang der Fertigstellungen laut Statistikamt Nord jeweils bei nahezu einem Drittel, in Schleswig-Holstein bei 19 Prozent.

Vor allem in den Städten ist bezahlbarer Wohnraum knapp. Wir wollen schneller bauen, da die Nachfrage groß ist. Doch dafür brauchen wir schnellere Baugenehmigungsverfahren, mehr geeignete Grundstücke, tatsächlich verfügbare Baumaterialien, weniger Standards und effiziente öffentliche Förderung. Angesichts gestiegener Bau- und Finanzierungskosten muss jetzt vermieden werden, was die Schaffung von Wohnraum weiter verteuert. Dazu gehören überzogene Klimaschutzregelungen, aber auch weitere gesetzliche Auflagen für Vermieter.

Gleichzeitig nehmen wir wahr, dass sich ganze Landzüge in Norddeutschland entvölkern. Da fehlt eine Antwort der Politik. Kurzfristig helfen schnellere Baugenehmigungsverfahren, aber der Wohnungsbau ist kein Sprint, sondern ein Langstreckenlauf. Deshalb braucht es für den ländlichen Raum umfassendere Lösungen, inklusive funktionierendem ÖPNV, attraktiver Infrastruktur, Jobmöglichkeiten, kulturellen Angeboten, Digitalisierung u.v.m. Allerdings gibt es beispielsweise mit Dithmarschen und Vorpommern nach wie vor auch Gebiete in Norddeutschland, in denen die Wohnung den Mieter oder die Mieterin sucht.“

2026/06/17

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 491 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 760.000 Wohnungen leben rund zwei Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 7,69 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

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