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Soziale Vermieter zur Ansiedlung von Northvolt: Bau bezahlbarer Wohnungen nicht vergessen!

  1. VNW-Direktor Andreas Breitner: "Jetzt darf man die Region Dithmarschen beim Wohnungsbau nicht allein lassen."
  2. Zusätzliche Wohnraumförderung von Land und Bund notwendig.
  3. Landesentwicklungsplan für fünf Jahre aussetzen.

9/2024

Die beiden Gemeinden in Schleswig-Holstein, auf deren Fläche das schwedische Unternehmen Northvolt eine Batteriefabrik bauen will, haben dem Milliardenprojekt zugestimmt. Nach Lohe-Rickelshof hat am Montagabend Norderwöhrden den entsprechenden Beschluss gefasst.

Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

„Glückwunsch, Schleswig-Holstein, Northvolt kommt. Die Landesregierung und die Bundesregierung sind jetzt aber auch gefordert, die Region Dithmarschen beim Wohnungsbau nicht allein zu lassen. Ich habe den Eindruck, dass sich in Kiel oder Berlin derzeit nur wenige Gedanken darüber machen, wie in der Region ausreichend Wohnungen geschaffen werden. Da droht nach dem knallen der Sektkorken sonst der große Kater. Die größte Industrieansiedlung der letzten 50 Jahre wird erhebliche wohnungswirtschaftliche Folgen nach sich ziehen.

Das Land hat sich für die Ansiedlung von Northvolt entschieden, lässt aber die Region Dithmarschen beim Thema Wohnen derzeit ziemlich allein. Man kann vielleicht eine Fabrik in ein, zwei Jahren hochziehen - bei Wohnraum ist das anders. Wenn der erste Spatenstich passiert, ist das zu spät.

Viele haben in diesen Tagen zwar die Arbeitsplätze im Kopf, die durch den Bau einer großen Batteriezellenfabrik für Elektroautos entstehen sollen, aber nicht das Wohnen der Menschen, die künftig in dieser Fabrik arbeiten werden. Ohne eine zusätzliche Wohnraumförderung durch das Land und die Bundesregierung wird der Bedarf von bis zu 1500 Wohnungen durch die Ansiedlung von Northvolt nicht gedeckt werden können.“

Das Land muss eine Sonderförderung für Wohnungsbau auflegen. Wir brauchen für die Region Dithmarschen zusätzliche Finanzmittel. Das Geld ist notwendig für den Bau von bezahlbaren Wohnungen, aber auch für den Kauf von Baugrundstücken durch die Gemeinden.

Zudem sollte die Kieler Landesregierung den aktuell geltenden Landesentwicklungsplan für Dithmarschen für einen Zeitraum von fünf Jahren aussetzen. Es muss möglich sein, dass Kommunen, die bereit sind, zu wachsen, auch wachsen können. Bislang werden die Gemeinden bei der Schaffung von Wohnraum vom Landesentwicklungsplan begrenzt.“

23/01/2024

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 435 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 742.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 6,41 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

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