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Eisbachwelle: Vorversuch der Hochschule München zur Wiederherstellung erfolgreich

Eisbachwelle: Vorversuch der Hochschule München zur Wiederherstellung erfolgreich
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Am vorherigen Freitag leitete HM-Professor Robert Meier-Staude vor Ort einen Vorversuch zur Wiederherstellung der Eisbachwelle. Dieser ergab, dass es notwendig ist, für drei Monate eine dreiteilige Holzrampe einzubauen, damit sich Kies ablagern und eine grüne Welle über die ganze Breite des Eisbaches ausbilden kann.

München, 28. November 2025 – Der Vorversuch, um die Eisbachwelle wieder in Gang zu bringen, war erfolgreich. Prof. Dr. Robert Meier-Staude, Strömungsexperte von der Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule München, leitete und analysierte vor einer Woche den Vor-Ort-Versuch.

Vorversuch: „Die Welle blieb für wenige Minuten grün“

Auf der Holzseite der westlichen Terrasse wurden Holzbretter, so genannte Kicker, von 0,7 bis 1,2 Meter Länge eingebracht. Position und Anstellwinkel der Kicker wurden variiert. „Mit allen Kickern konnte eine circa drei Meter lange grüne Welle erzeugt werden. Nachdem die Kicker entfernt wurden, blieb die Welle für wenige Minuten grün, dann brach sie wieder zusammen, es entstand wieder die Weißwasserwalze“, sagt Meier-Staude. Rechts davon taucht der Schussstrahl bei der ersten Stoßwelle – erzeugt durch den Brückenpfeiler – jedoch in das Tosbecken ab. Der Schussstrahl haftet stabil an der Sohle. Eine Ablösung und damit eine grüne Welle kann durch den kleinen Kicker am Rand nicht erreicht werden.

Im Anschluss wurde Kies unterschiedlicher Korngrößenklassen in das Bachbett eingebracht. Es handelte sich um Korngrößenklassen von 10-30 Millimetern, von 30-60 Millimetern sowie von 60-100 Millimetern. Im Bereich der abgelösten Strömung auf den ersten drei Metern auf der Holzseite entstand die grüne Welle. Im Bereich der grünen Welle konnte sich Kies ablagern und anlagern. Doch im Bereich des Schussstrahles rechts von der Stoßwelle wurden auch die größten Kiesel von der Strömung durch das Tosbecken stromabwärts transportiert.

Konzept zur Wiederherstellung der Eisbachwelle

„Um eine grüne Welle auf der ganzen Breite des Eisbaches zu erzeugen, ist im Moment der Einbau der dreiteiligen Rampe/Kicker erforderlich“, sagt Strömungsexperte Meier-Staude von der Hochschule München. Dann kann der Schussstrahl von der Sohle ablösen und stromabwärts der Rampe kann sich die langsam rotierende Walze ausbilden, in der sich der Kies ablagern kann. Die Rampe muss für circa drei Monate im Bach bleiben, bis sich die Sohle so weit renaturiert hat, dass die Strömung auch ohne Rampe wieder ablöst und die grüne Welle entsteht.

Hauptversuch nächste Woche

Das weitere Vorgehen wurde am Montag, den 24. November 2025 mit der Landeshauptstadt München und den Surfern besprochen. Der Wasserrechtsantrag für den Hauptversuch ist bereits durch die Hochschule München, den Surf Club München e.V. und die IGSM e.V. gestellt. Der Hauptversuch soll so bald wie möglich starten – am besten bereits in der kommenden Woche. Beim Hauptversuch wird eine dreiteilige Rampe eingebaut und zwei Kubikmeter Kies werden direkt dahinter in das Tosbecken eingebracht. Diese Rampe verbleibt dann für circa drei Monate im Eisbach, um eine Renaturierung der Sohle zu ermöglichen.

Bitte sehen Sie von der Anfrage weiterer Interviewtermine ab. Sobald der Hauptversuch abgeschlossen ist, informieren wir über die Ergebnisse.

Kontakt: Christiane Taddigs-Hirsch unter T 089 1265-1911 oder per Mail.

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