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Neue Studie von Colt: Komplexe Netzwerkinfrastruktur gefährdet Wachstums- und Innovationspotenzial von rund einer Million EUR

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Neue Studie von Colt: Komplexe Netzwerkinfrastruktur gefährdet Wachstums- und Innovationspotenzial von rund einer Million EUR

Befragung großer Unternehmen in Europa und Asien zeigt die Auswirkungen komplexer und veralteter Netzwerke auf Kosten und Fortschritt bei KI-Projekten

Frankfurt, 30.06.2026, Komplexe digitale Infrastruktur ist ein Risiko für Wachstums- und Innovationspotenziale von rund einer Million EUR pro Jahr. Das zeigt eine von Colt Technology Services in Auftrag gegebene Studie. Mehr als 400.000 EUR entfallen auf Verzögerungen und Umbauten aufgrund dieser Komplexität. Weitere 508.000 EUR sind in Innovationsinitiativen gebunden, die nicht umgesetzt werden. Zusammengenommen sind das rund eine Million EUR Entwicklungs- und Innovationspotenzial, die pro Jahr zurückgehalten werden.

Die Ergebnisse des Reports „Die Kosten der Komplexität: Warum die Vereinfachung digitaler Infrastrukturen das Unternehmenswachstum beschleunigt“ basieren auf einer Befragung von Führungskräften aus 600 großen Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan und den Niederlanden. In Deutschland haben 116 leitende IT-Führungskräfte aus Unternehmen teilgenommen, die im Durchschnitt 33.200 Beschäftigte und einen durchschnittlichen Jahresumsatz von 15 Milliarden EUR haben.

Die Befragten nennen verschiedene Ursachen für die zunehmende Komplexität ihrer Netzwerke. Dazu gehören die Verwaltung mehrerer Anbieter (57 Prozent), der Betrieb von Altsystemen (48 Prozent) sowie Sicherheits- und Compliance-Anforderungen (36 Prozent). Die Folgen reichen von internen Kosten und verzögerten Projekten über höhere Ausgaben für Dienstleister bis hin zu verspäteten Umsätzen sowie Sicherheits- und Compliance-Risiken.

Auswirkungen auf KI-Initiativen

Die Einführung von KI wird durch komplexe und fragmentierte Infrastrukturen ausgebremst. 60 Prozent der Befragten geben an, dass die Komplexität ihrer digitalen Infrastruktur ein Hindernis für die umfassende Nutzung von KI im großen Maßstab darstellt. Zwei Drittel (66 Prozent) sind der Ansicht, dass Unternehmen dadurch bereits Chancen im Bereich KI verpasst haben.

Finanzielle Auswirkungen

Auf die finanziellen Auswirkungen dieser Komplexität angesprochen1, schätzen die Unternehmen die Kosten in den vergangenen zwölf Monaten auf durchschnittlich 401.400 EUR. Die höchsten Werte nennen Unternehmen aus Großbritannien mit 450.400 EUR, gefolgt von Deutschland mit 445.400 EUR und Frankreich mit 429.000 EUR. Unternehmen in Japan beziffern die Kosten auf rund 405.000 EUR, während Unternehmen in den Niederlanden von 255.300 EUR ausgehen. Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) ist der Ansicht, dass Unternehmen jedes Jahr Umsätze verlieren, weil ihre digitale Infrastruktur mit ihren geschäftlichen Ambitionen nicht Schritt halten kann.

Auswirkungen auf Geschäftsprozesse

Komplexe digitale Infrastrukturen verzögern wichtige Geschäftsprozesse – von Expansionen bis hin zu Transformationsprojekten. Im Durchschnitt führen diese Verzögerungen zu einem Zeitverlust von sieben Wochen pro Jahr.

91 Prozent der befragten Unternehmen berichten, dass die Komplexität ihrer Infrastruktur die Einführung neuer Technologien wie Agentic AI verzögert hat. In Japan liegt dieser Wert bei 100 Prozent, in Großbritannien und Deutschland jeweils bei 88 Prozent sowie in Frankreich bei 86 Prozent. Darüber hinaus geben 93 Prozent an, dass sich Integrationen nach Fusionen und Übernahmen verzögert haben. 84 Prozent berichten von Verzögerungen bei der Expansion in neue Märkte und 83 Prozent bei Produkteinführungen. 56 Prozent sehen Innovationen durch die Komplexität ausgebremst, 44 Prozent verzeichnen höhere Betriebskosten und 39 Prozent geben an, dass dadurch Umsatzwachstum verhindert wird.

Detailergebnisse aus Deutschland

In Deutschland wird die Komplexität digitaler Infrastrukturen durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht. Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen (52 Prozent) nennt die Verwaltung mehrerer Anbieter als Herausforderung. Hinzu kommen insbesondere fragmentierte Service-Management-Tools und -Prozesse (41 Prozent) – ein Wert, der deutlich über dem Durchschnitt der Studie von 34 Prozent liegt – sowie organisches Wachstum und Expansion (38 Prozent gegenüber durchschnittlich 28 Prozent).

In Deutschland kommt die Einführung von KI aufgrund dieser komplexen, fragmentierten Infrastruktur ins Stocken. 88 Prozent der in Deutschland Befragten geben an, dass die Komplexität der digitalen Infrastruktur sie daran gehindert hat, neue Technologien wie Agentic AI einzuführen. 81 Prozent sagen, dass die Komplexität der digitalen Infrastruktur ein Hindernis dafür darstellt, die Vorteile von KI in großem Maßstab voll auszuschöpfen, und 72 Prozent sind der Meinung, dass Unternehmen Chancen im Bereich KI gänzlich verpasst haben.

Deutsche Unternehmen sehen sich außerdem mit Sicherheits- und Compliance-Anforderungen (38 Prozent), Altsystemen (36 Prozent) und überdurchschnittlichen Schwierigkeiten bei der Interoperabilität von Systemen und Daten (34 Prozent gegenüber 31 Prozent im Schnitt der gesamten Studie) konfrontiert. Die Auswirkungen sind deutlich spürbar: 41 Prozent der deutschen Unternehmen berichten von zusätzlichem manuellem Aufwand, 41 Prozent von einer langsameren Performance geschäftskritischer Systeme und 40 Prozent von Ausfällen oder Serviceunterbrechungen infolge der Komplexität ihrer digitalen Infrastruktur. Während 38 Prozent steigende Betriebs- und Supportkosten nennen, deutet dieser Wert leicht unter dem Durchschnitt darauf hin, dass sich die Folgen stärker auf Produktivität und Leistung als auf direkte Kosten auswirken.

Die Komplexität verlangsamt zudem wichtige Vorhaben wie die Integration nach Fusionen oder Unternehmensverkäufen (95 Prozent), die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten (95 Prozent) sowie die Migration von Daten und Workloads (95 Prozent).

Auch finanziell ist die Belastung erheblich: Deutschland weist mit durchschnittlich 445.400 EUR pro Unternehmen den zweithöchsten Wert aller untersuchten Länder auf und liegt damit rund elf Prozent über dem Durchschnitt von 401.400 EUR. Die Folgen dieser Verzögerungen reichen von zusätzlichen internen Kosten durch erhöhten Personalaufwand (43 Prozent) und langsameren Fortschritten bei anderen Projekten (43 Prozent) bis hin zu einer stärkeren Abhängigkeit von externen Dienstleistern (36 Prozent). Darüber hinaus berichten 39 Prozent von verzögerten Umsätzen oder Cashflows und 23 Prozent von Reputationsschäden – ein überdurchschnittlich hoher Wert. Obwohl 81 Prozent der Befragten angeben, dass diese Herausforderungen ihre Fähigkeit einschränken, KI im großen Maßstab einzusetzen, zeigt die Studie insgesamt, dass die Komplexität digitaler Infrastrukturen sowohl den laufenden Betrieb als auch die Transformationsziele deutscher Unternehmen nachhaltig belastet.

Durch die Vereinfachung ihrer digitalen Infrastruktur haben deutsche Unternehmen die Möglichkeit, Verzögerungen zu reduzieren, erhebliche wirtschaftliche Potenziale freizusetzen und Wachstum, Innovation sowie die Skalierung von KI- und Transformationsinitiativen zu beschleunigen.

Dafür sind folgende Grundlagen entscheidend:

  • Die Vereinfachung muss kontinuierlich erfolgen: Unternehmen sollten sie als dauerhaftes Gestaltungsprinzip verstehen und nicht als einmalige Bereinigungsmaßnahme.
  • Die richtige Balance ist entscheidend: Unternehmen müssen Altsysteme vereinfachen und gleichzeitig Innovationen und Transformationsprojekte vorantreiben.
  • Zusätzliche Komplexität vermeiden: Neue Tools, Plattformen und Anbieter sollten Reibungsverluste reduzieren und keine neuen Silos oder zusätzlichen Ebenen schaffen.
  • Modernisierung und Ablösung parallel umsetzen: Altsysteme sollten ersetzt oder konsolidiert werden, während neue Systeme eingeführt werden, um weitere Komplexität zu verhindern.
  • Häufig ist externe Unterstützung erforderlich: Viele Unternehmen ziehen externe Experten hinzu, da sie Betriebsunterbrechungen und komplexe Abhängigkeiten zwischen Systemen befürchten.

„Viele komplexe Unternehmensnetzwerke sind im Laufe der Jahre aus Bausteinen verschiedener Generationen entstanden – theoretisch kompatibel, aber nicht dafür ausgelegt, gemeinsam eine stabile und effiziente Struktur zu bilden. Diese Komplexität hat heute spürbare finanzielle und operative Auswirkungen, verlangsamt die Einführung von KI und gefährdet künftiges Wachstum. Colt unterstützt IT-Verantwortliche dabei, ihre digitale Infrastruktur zu vereinfachen, indem Komplexität direkt im Netzwerk reduziert wird – durch ein klareres Design, weniger technische Abhängigkeiten, Automatisierung und eine Infrastruktur, die für moderne Anforderungen wie KI entwickelt wurde. Das Ergebnis sind sichere, skalierbare Netzwerke, die Unternehmen dabei unterstützen, zu wachsen, wettbewerbsfähig zu bleiben und in der KI-Wirtschaft erfolgreich zu sein“, sagt Stephan Wanke, Geschäftsführer Deutschland und Regional Sales Director Enterprise Central & East Europe bei Colt Technology Services.

Hinweise für Redaktionen

¹ Die Summe von 401.400 EUR entspricht dem durchschnittlich geschätzten jährlichen Wertverlust für Unternehmen aufgrund von Verzögerungen, die durch komplexe digitale Infrastrukturen entstehen. Berücksichtigt wurden unter anderem Auswirkungen auf Markteintritte, Integrationen nach Unternehmensübernahmen, Produkteinführungen, Workload-Migrationen, Compliance- und Sicherheitsanforderungen sowie die Einführung neuer Technologien wie Agentic AI.

Methodik

Coleman Parkes befragte 600 CEOs, CIOs, CTOs und IT-Direktoren in Unternehmen aus Deutschland (116), Frankreich (117), Großbritannien (117 Unternehmen), Japan (150) und den Niederlanden (100). Die teilnehmenden Unternehmen beschäftigen durchschnittlich 26.055 Mitarbeiter und erzielen einen globalen Jahresumsatz von rund 9 Milliarden Euro. Die Befragung wurde im Februar und März 2026 durchgeführt. Unter digitaler Infrastruktur wurden Netzwerke, Sicherheitslösungen sowie Cloud- und Datenplattformen verstanden.

Über Colt
Colt Technology Services (Colt) ist ein globaler Anbieter digitaler Infrastruktur, der ausgezeichnete Verbindungen schafft und Unternehmen zum Erfolg verhilft. Angetrieben von exzellenten Mitarbeitern sowie gleichgesinnten Partnern verfolgt Colt das Ziel, seinen Kunden das ganze Universum digitaler Möglichkeiten zugänglich zu machen, damit sie es einsetzen können, wo, wann und wie sie es möchten. 

Seit 1992 zeichnet sich Colt durch ein starkes Engagement für seine Kunden aus und ist von seinem Hauptsitz in der Londoner City zu einem globalen Unternehmen gewachsen, das in mehr als 40 Ländern mit über 6.000 Mitarbeitern und mehr als 80 Niederlassungen auf der ganzen Welt aktiv ist. Die Colt Kunden profitieren von einer weitreichenden digitalen Infrastruktur, die 32.000 Gebäude in 230 Städten, mehr als 50 Metropolitan Area Networks und über 275 Points of Presence in den größten Wirtschaftszentren Europas, Asiens, des Nahen Ostens, Afrikas und Nordamerikas verbindet.

Colt befindet sich in Privatbesitz und ist eines der finanziell solidesten Unternehmen in der Branche. Colt hat es sich zur Aufgabe gemacht, branchenführende Kundenerfahrungen zu bieten und lässt sich dabei von seinem Engagement für Kundeninnovationen, seinen Werten und seiner Verantwortung gegenüber Kunden, Partnern, Menschen und der Umwelt leiten.

Für weitere Informationen besuchen Sie  www.colt.net/de.

Pressekontakt:
Fauth Gundlach & Hübl GmbH
Mathias Gundlach
Tel.: +49 (0) 611 172142 10
E-Mail:  gundlach@fgundh.de

Colt Technology Services GmbH
Gervinusstraße 18-22
60322 Frankfurt am Main
 www.colt.net/de
Sitz und Registergericht: Amtsgericht Frankfurt/Main HRB 46123
Geschäftsführer: Stephan Wanke
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Dokument:  Colt_PM 2026-14_Umfr~er Komplexität.docx
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