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21.02.2003 – 11:57

medico international e.V.

Internationale Kampagne für Entschuldung und Entschädigung im Südlichen Afrika
Wachsende Unterstützung für Entschädigung der Apartheidopfer
Weitere Klagen eingereicht

    Frankfurt am Main (ots)

Die renommierte US Anwaltskanzlei
Finkelstein, Thompson and Loughran reicht heute, Freitag, 21.2.03 um
15.00 Uhr unserer Zeit eine weitere Entschädigungsklage im Auftrag
von sechs Opfern und Überlebenden der Apartheid ein.
    
    Die Klage richtet sich gegen sieben Banken und zwölf
internationale Konzerne aus Deutschland, der Schweiz, Großbritannien
und den USA, die schon Adressaten der am 11. November über den
amerikanischen Anwalt Michael Hausfeld eingereichten Klage am
Bezirksgericht im Eastern District von New York waren. Die neue
Klage, die beim selben Bezirksgericht eingereicht wird, verstärkt das
Gewicht der Hausfeld-Klage und signalisiert eine wachsende positive
Einschätzung der Erfolgschancen der Entschädigungsklage der durch
Hausfeld vertretenen Apartheidopfer.
    
    Die Internationale Kampage für Entschuldung und Entschädigung im
Südlichen Afrika, in Deutschland vertreten durch KOSA, medico
international, SODI und KASA begrüßt die Ausweitung des Kreises der
KlägerInnen. "Die Akzeptanz der Hausfeld-Klage bei den direkt
Betroffenen wächst", so Theo Kneifel für die Kampagne. Unter den
KlägerInnen ist Mbuli Mlauli, die Witwe eines prominenten Aktivisten,
Sicelo Mlauli, der am 27. Juni 1985 zusammen mit drei Gefährten von
Angehörigen der Sicherheitspolizei ermordet wurde.
    
    Diese vier Aktivisten der United Democratic Front, des 1983
gegründeten Bündnisses der verschiedenen Gruppierungen des
demokratischen Widerstandes, wurden bekannt unter dem Namen der
Cradock Four. Die Aufdeckung ihrer Ermordung durch sechs Offiziere
der Sicherheitspolizei ist eine der Erfolgsgeschichten der
südafrikanischen Wahrheits-und Versöhnungskommission. Vor dem
Amnestiekomitee gestanden die Offiziere, Sicelo und seine drei
Gefärten, im Auto aufgehalten, erschossen und erstochen, und darauf
verbrannt und auf freiem Feld verscharrt zu haben. Die
Presseerklärung von Jubilee South Africa, des Dachverbandes von
Kirchen, Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften, die in
Südafrika hinter den Entschädigungsklagen stehen, spricht die
Unterstützung eines breiten internationalen Bündnisses für die in New
York am 11.11.2002 und heute eingereichten Entschädigungsklagen aus;
damit die Opfer der Apartheid endlich zu ihrem Recht kommen; und die
internationalen Banken und Unternehmen, welche die Apartheid
unterstützten, öffentlich Verantwortung übernehmen.
    
    
ots Originaltext: medico international
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Für weitere Informationen stehen zur Verfügung:

Theo Kneifel
Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika
Tel.: 0160 73 68 968

Gottfried Wellmer
Journalist
Mit-Autor der Studie: Apartheidschulden
Tel.: 0228 69 47 92

Anne Jung
Öffentlichkeitsabteilung medico international
Tel.: 0179 123 07 19

Hintergrundinformationen: http://www.medico.de

Der Text der Klage ist ab 16.00 Uhr abzurufen unter www.ffllaw.com

Original-Content von: medico international e.V., übermittelt durch news aktuell