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Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

PM Bundesstiftung Aufarbeitung: Vorverkauf für Festival zum 50. Jahrestag der Biermann-Ausbürgerung startet

Wolf Biermann und Angela Merkel beim „Festival des kritischen Geistes“

Vorverkauf für Festival zum 50. Jahrestag der Biermann-Ausbürgerung startet

Berlin, 14. September 2026 - Ein Konzert, eine Ausbürgerung und ein Protest, der die DDR erschütterte: Fünfzig Jahre nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns erinnert die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit einem großen Festivalabend an eine der folgenreichsten politischen und kulturellen Auseinandersetzungen der deutschen Geschichte. Am 6. November kommen im Berliner Kino International Wolf Biermann, Bundeskanzlerin a. D. Angela Merkel sowie zahlreiche prominente Stimmen aus Literatur, Schauspiel und Musik, Zeitzeuginnen und Autoren im Exil zusammen. Der öffentliche Ticketverkauf startet heute.

Unter dem Titel „Stimme. Protest. Freiheit – Festival des kritischen Geistes“ verbindet der Abend Musik, Literatur, Zeitgeschichte, Gespräche und Film. Wolf Biermann steht selbst auf der Bühne und singt Lieder von damals und heute. Angela Merkel spricht in ihrer Keynote über ihre persönlichen Erfahrungen mit der Ausbürgerung und über künstlerische Freiheit als Widerstand. Die Journalistin Pinar Atalay diskutiert anschließend mit Wolf Biermann und der Musikerin Balbina über ein Leben zwischen Ost und West.

Im November 1976 hatte die DDR-Führung versucht, einen ihrer schärfsten Kritiker zum Schweigen zu bringen. Nach seinem Konzert in Köln entzog sie Biermann die Staatsbürgerschaft und verweigerte ihm die Rückkehr in die DDR. Doch die Ausbürgerung bewirkte das Gegenteil: Künstler und Schriftsteller protestierten öffentlich, zahlreiche weitere DDR-Bürgerinnen und -bürger schlossen sich dem Widerspruch an - für viele mit gravierenden persönlichen Konsequenzen.

„Die Biermann-Ausbürgerung zeigt, welchen Mut es in einer Diktatur braucht, das freie Wort zu behaupten. Unser Festival verbindet diese Erfahrung 50 Jahre später mit den Stimmen von Künstlerinnen und Autoren, die heute in autoritären Staaten verfolgt werden und bei uns im Exil leben“, sagt Dr. Anna Kaminsky, Direktorin der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Wie weit die Folgen des Protests reichen konnten, erzählen die Künstlerin Gabriele Stötzer und die Autorin und Journalistin Doris Liebermann im Gespräch mit dem Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk. Beide widersprachen 1976 der Ausbürgerung und wurden vom SED-Regime verfolgt.

In zwei literarisch-künstlerischen Panoramen begegnen bekannte Stimmen aus Literatur, Schauspiel und Musik dem Werk Wolf Biermanns. Fabian Hinrichs, Betterov, Thomas Brussig, Durs Grünbein, Charlotte Gneuß, Julia Schoch, Bettina Wegner, Andrej Hermlin, Lea Streisand, Lukas Rietzschel und Marko Martin lesen ausgewählten Texte von Wolf Biermann. Ihnen stehen Autorinnen und Autoren gegenüber, die heute in Deutschland im Exil leben und mit eigenen Texten von Protest, Verlust, Sprache und Freiheit erzählen. Dazu gehören der belarussische Schriftsteller Alhierd Bacharevič, Träger des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung, Taqi Akhlaqi, Volha Hapeyeva, Delschad Numan Khorschid, Mariam Meetra, Kateryna Mishchenko, Ali Abdollahi und Widad Nabi. Damit spannt das Festival einen Bogen von der DDR des Jahres 1976 zu aktuellen Erfahrungen von Zensur, Verfolgung und Exil. Den Abschluss des Abends bildet der neue Kinodokumentarfilm „BIERMANN“ (D 2026).

Stimme. Protest. Freiheit

Festival des kritischen Geistes. 50 Jahre Biermann-Ausbürgerung

Freitag, 6. November 2026 I ab 17 Uhr

Kino International, Berlin

Einlass: 16 Uhr

Programm: 17 – 22 Uhr

Kinodokumentarfilm „BIERMANN“: ca. 22.20 Uhr

Tickets: 15 Euro | ermäßigt 10 Euro

Freie Platzwahl;

Tickets ab 14.09.2026 im Vorverkauf und an der Abendkasse

Informationen, Programm und Tickets:

https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/veranstaltungen/vvk-festival-des-kritischen-geistes

Presseakkreditierung:

Pressevertreterinnen und Pressevertreter können sich für die Veranstaltung akkreditieren:

Jonathan Harnisch / presse@bundesstiftung-aufarbeitung.de / 030 / 31 98 95 225

Jonathan Harnisch | Pressereferent | Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur | Kronenstraße 5 | 10117 Berlin | Tel. 030 / 31 98 95 225

j.harnisch@bundesstiftung-aufarbeitung.de | www.bundesstiftung-aufarbeitung.de

Datenschutz: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/datenschutz

Unsere neue Ausstellung "Die Partei hat immer recht. Die SED im Alltag der DDR": bundesstiftung-aufarbeitung.de/dieSEDimAlltag

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