Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Pressemitteilung: Befreiung, Kriegsende und Besatzung
Berlin, 7. Mai 2026 – Das Kriegsende am 8./9. Mai 1945 in Europa markierte das Ende des nationalsozialistischen Regimes und seiner Menschheitsverbrechen. Der Sieg über den Nationalsozialismus wurde unter enormen Opfern errungen. Den höchsten Blutzoll trugen die Menschen in der Sowjetunion. Bis zu 27 Millionen Menschen verloren ihr Leben.
Für die Überlebenden der nationalsozialistischen Terrorherrschaft war dieses Datum ein Tag der Befreiung. Die Mehrheit der Deutschen erlebte das Kriegsende dagegen zunächst vor allem als Niederlage; es verband sich mit Not, Trauer, Verlust, Schuld und Angst. In Ostdeutschland sowie in Ostmitteleuropa folgte auf die nationalsozialistische Herrschaft die sowjetische Besatzung. Unter sowjetischem Einfluss wurden kommunistische Diktaturen errichtet, die erst Jahrzehnte später überwunden wurden.
„Der 8. Mai ist ein Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus. Zugleich erinnert er an die unterschiedlichen und oft widersprüchlichen Erfahrungen, die das Kriegsende für die Menschen in Deutschland bedeutete“, sagt Direktorin Dr. Anna Kaminsky. „Eine verantwortungsvolle Erinnerungskultur muss diese Perspektiven sichtbar machen – ohne sie gegeneinander aufzuwiegen.“
Jonathan Harnisch
Pressereferent
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