Alle Storys
Folgen
Keine Story von AOK Rheinland/Hamburg mehr verpassen.

AOK Rheinland/Hamburg

Herzinfarkt-Zahlen gehen zurück

Herzinfarkt-Zahlen gehen in der

Region und in Deutschland zurück

Gleichzeitig nehmen die Fälle von Diabetes und Bluthochdruck zu. Das zeigt der AOK-Gesundheitsatlas. Mehr als jeder zehnte Erwachsene ist Diabetiker.

Düsseldorf, 13. Mai 2026

Die Zahl der Herzinfarkte geht zurück. Nach Auswertungen für den AOK-Gesundheitsatlas gilt das sowohl für Deutschland insgesamt als auch für Nordrhein-Westfalen und das Rheinland, wie die AOK Rheinland/Hamburg mitteilt. Im Jahr 2024 wurden deutschlandweit 320 Herzinfarkte je 100.000 Menschen ab 30 Jahren behandelt, 2019 waren es noch 360. Das entspricht einem Rückgang um gut 11 Prozent innerhalb von fünf Jahren. Auch in Nordrhein-Westfalen ist die Entwicklung rückläufig – allerdings auf höherem Niveau: 2024 wurden hier 340 Herzinfarkte je 100.000 Menschen gezählt, 2019 waren es noch 390. Das bedeutet einen Rückgang um knapp 13 Prozent. Gleichzeitig nehmen aber die Fälle von Diabetes und Bluthochdruck zu. Beide Erkrankungen erhöhen das Infarktrisiko deutlich.

Im Gebiet der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein zeigt sich ein ähnliches Bild: Im Jahr 2024 wurden im Rheinland 340 Herzinfarkte je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner registriert, 2019 waren es noch 380. Das entspricht einem Rückgang um knapp 11 Prozent innerhalb von fünf Jahren.

„Herzinfarkte zeigen sich bei Frauen und Männern oft unterschiedlich – sowohl in den Symptomen als auch im Verlauf der Erkrankung. Gleichzeitig haben Lebensstil und äußere Faktoren wie Ernährung, Bewegung und Rauchen großen Einfluss, da sie kardiovaskuläre Erkrankungen wie den Herzinfarkt, aber auch Diabetes und Bluthochdruck begünstigen können. Umso wichtiger ist es, die Unterschiede der Gendermedizin stärker zu berücksichtigen und Forschung, Prävention sowie Versorgung gezielt darauf auszurichten“, sagt Sabine Deutscher, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg.

Jeder zehnte Erwachsene ist an Typ-2-Diabetes erkrankt

Neben der positiven Entwicklung bei den Infarktzahlen zeigen die Analysen für den Gesundheitsatlas Deutschland des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) jedoch auch besorgniserregende Trends bei wichtigen Risikofaktoren: Der Anteil der Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes an der Bevölkerung ab 20 Jahren ist deutschlandweit von 10,8 Prozent im Jahr 2019 auf 11,2 Prozent im Jahr 2024 gestiegen – ein Plus von 0,4 Prozentpunkten innerhalb von fünf Jahren.

In Nordrhein-Westfalen fällt der Anstieg noch deutlicher aus: Hier erhöhte sich der Anteil von 10,7 Prozent im Jahr 2019 auf 11,6 Prozent im Jahr 2024. Auch in der Region Nordrhein zeigt sich diese Entwicklung mit einem Anstieg von 10,5 auf 11,4 Prozent. Damit ist inzwischen mehr als jeder zehnte Erwachsene von Typ-2-Diabetes betroffen.

„In vielen Fällen ist eine Diabetes-Erkrankung vermeidbar. Durch frühzeitige Aufklärung, gezielte Präventionsmaßnahmen und evidenzbasierte Lebensstilinterventionen kann das Risiko der Inzidenz deutlich gesenkt werden. Jede Steigerung der körperlichen Aktivität und eine ausgewogene, bedarfsgerechte Ernährung leisten einen Beitrag zur Verbesserung der individuellen Gesundheitsparameter“, sagt Sabine Deutscher.

Fast jeder Dritte leidet an Bluthochdruck

Auch beim Bluthochdruck ist ein Anstieg zu verzeichnen: Der Anteil der Betroffenen an der Gesamtbevölkerung ist von 29,2 Prozent im Jahr 2019 auf 29,9 Prozent im Jahr 2024 gestiegen – ein Plus von 0,7 Prozentpunkten. In Nordrhein-Westfalen liegt der Anteil noch höher: 2024 lebten hier 30,2 Prozent der Menschen ab 20 Jahren mit der Diagnose Bluthochdruck – also nahezu jede und jeder Dritte.

Der AOK-Gesundheitsatlas schlüsselt die Herzinfarkt-Daten auch nach Alter und Geschlecht auf. Dabei zeigt sich, dass die Häufigkeit mit zunehmendem Alter steigt. In allen Altersgruppen sind Männer deutlich häufiger betroffen als Frauen; in einigen Altersgruppen treten Herzinfarkte bei Männern sogar bis zu viermal so häufig auf.

Auswertungen zu diesen und anderen Themen aus dem AOK-Gesundheitsatlas finden sich im Netz unter: https://www.gesundheitsatlas-deutschland.de/

Der Gesundheitsatlas

Der Gesundheitsatlas Deutschland macht die aktuellen Entwicklungen für insgesamt 26 Erkrankungen bis auf Landkreis-Ebene transparent. Ziel der Gesundheitsatlas-Reihe des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) ist es, die gesundheitliche Situation aller Einwohnerinnen und Einwohner in Deutschland darzustellen. Der Gesundheitsatlas fokussiert Volkskrankheiten, die ein hohes Präventionspotenzial bieten, mit einer eingeschränkten Lebensqualität oder einer hohen Sterblichkeit einhergehen. Ein Hochrechnungsverfahren ermöglicht auf Grundlage der Abrechnungsdaten der AOK-Versicherten zuverlässige Aussagen über die Krankheitshäufigkeit der gesamten Bevölkerung Deutschlands.

Pressestelle AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse
Wanheimer Straße 72
40468 Düsseldorf
Telefon 0211 8791- 20026 
presse@rh.aok.de
www.aok.de/pp/rh
Weitere Storys: AOK Rheinland/Hamburg
Weitere Storys: AOK Rheinland/Hamburg
  • 30.04.2026 – 14:02

    Zeckensaison startet: Vorsicht vor Borreliose und FSME

    Zeckensaison startet: Vorsicht vor Borreliose und FSME Auch in Nordrhein-Westfalen wurde das erste FSME-Risikogebiet ausgewiesen. Düsseldorf/Hamburg, 30. April 2026 Mit dem Frühling beginnt die Zeckensaison. Zecken leben in Grünanlagen und auf Wiesen. Stechen sie zu, kann das gesundheitliche Folgen haben, denn manche übertragen Krankheiten wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Im Jahr 2024 ...

  • 20.04.2026 – 11:46

    Finanzreform der gesetzlichen Krankenversicherung

    Finanzreform der gesetzlichen Krankenversicherung Richtige Weichenstellung, aber zu einseitige Belastung der Beitragszahlenden Düsseldorf/Hamburg, 20. April 2026 Anlässlich der heutigen Verbändeanhörung zum Referentenentwurf für ein Beitragsstabilisierungsgesetz sagt Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg: „Der von Gesundheitsministerin Nina Warken vorgelegte Gesetzesentwurf setzt an ...