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Zeckensaison startet: Vorsicht vor Borreliose und FSME

Zeckensaison startet:

Vorsicht vor Borreliose und FSME

Auch in Nordrhein-Westfalen wurde das erste FSME-Risikogebiet ausgewiesen.

Düsseldorf/Hamburg, 30. April 2026

Mit dem Frühling beginnt die Zeckensaison. Zecken leben in Grünanlagen und auf Wiesen. Stechen sie zu, kann das gesundheitliche Folgen haben, denn manche übertragen Krankheiten wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Im Jahr 2024 starben in Deutschland 24 Menschen an den Folgen von Zeckenstichen, so die AOK Rheinland/Hamburg unter Berufung auf Daten des Statistischen Bundesamts. Die Gesundheitskasse weist darauf hin, dass Impfungen einen guten Schutz gegen FSME bieten. Inzwischen hat das Robert Koch-Institut (RKI) auch in Nordrhein-Westfalen das erste FSME-Risikogebiet ausgemacht: die Region rund um Solingen.

Die gute Nachricht: Nur wenige Zecken übertragen das FSME-Virus, so die AOK Rheinland/Hamburg mit Verweis auf RKI-Angaben. Ein erhöhtes Risiko besteht in ausgewiesenen Risikogebieten, zu denen in Deutschland aktuell 185 Kreise zählen. NRW-weit ist bislang nur die Region rund um Solingen darunter, zudem zählt der an NRW grenzende Landkreis Emsland dazu. Jährlich nimmt das RKI weitere Gebiete in die Liste auf. Inzwischen wurden in allen Bundesländern FSME-Fälle erworben – mit Ausnahme von Hamburg, so das RKI.

24 Todesfälle nach einem Zeckenstich im Jahr 2024 deutschlandweit

FSME kann zu grippeähnlichen Symptomen führen und bei einigen Patientinnen und Patienten eine Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten hervorrufen, so die AOK Rheinland/Hamburg. Es gibt keine spezifische Therapie, die das FSME-Virus im Körper bekämpft. Die Behandlung beschränkt sich darauf, Symptome zu lindern und Langzeitschäden zu verhindern. Während FSME auf Viren zurückgeht und eine Impfung Schutz bietet, ist Borreliose – ebenfalls von Zecken übertragen – eine bakterielle Erkrankung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren 15 der im Jahr 2024 insgesamt 24 durch Zeckenstiche hervorgerufenen Todesfälle auf eine Borreliose zurückzuführen und neun auf eine FSME. Im Jahr zuvor (2023) gingen ebenfalls neun Todesfälle auf eine FSME zurück und bei zehn Fällen wurde eine Borreliose diagnostiziert. Meistens bleibt ein Stich des „gemeinen Holzbocks“ – das ist die häufigste Zeckenart in Deutschland – jedoch ohne gesundheitliche Folgen.

Im Gegensatz zur FSME gibt es für Borreliose keine speziellen Risikogebiete. Die Infektion kann in ganz Deutschland auftreten. Ein typisches Symptom ist die „Wanderröte“, eine ringförmige Hautrötung um den Zeckenstich, die sich im Laufe von Tagen nach außen ausbreitet. Manchmal treten zusätzlich grippeähnliche Symptome wie Fieber oder Kopfschmerzen auf – oft erst Wochen nach dem Stich. Bei entsprechenden Anzeichen sollte umgehend ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden.

Die AOK Rheinland/Hamburg übernimmt für Versicherte, die in FSME-Risikogebieten leben oder in diese reisen, die Kosten für die FSME-Impfung, ebenso für die Auffrischung nach drei Jahren. Diese Impfung schützt jedoch nicht vor Borreliose.

Deutschlandkarte zeigt Gefahrengebiete

Das Robert Koch-Institut zeigt auf einer Deutschland-Karte, in welchen Landkreisen und Städten das FSME-Risiko erhöht ist. Dort ist zu sehen, dass sich die Risiko-Gebiete vor allem auf den Süden und Südosten Deutschlands konzentrieren, aber auch in anderen Bundesländern vorkommen.

Pressestelle AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse
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