Alle Storys
Folgen
Keine Story von Kerntechnik Deutschland e.V. mehr verpassen.

Kerntechnik Deutschland e.V.

DAtF: Die Diskussion über Einsatz von ERU-Brennelementen aus russischer Fertigung ist fragwürdig und verzerrend

Berlin (ots)

Zur aktuellen Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung in Sachen ERU-Brennelemente nimmt das DAtF wie folgt Stellung:

In der aktuellen Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung über den Einsatz von Enriched-Reprocessed-Uranium (ERU)-Brennelementen in deutschen Kernkraftwerken werden teilweise haltlose Unterstellungen erhoben und es wird damit ein teilweise falscher Eindruck über den Sachverhalt erweckt.

Über den Einsatz von ERU-Brennelementen in deutschen Kernkraftwerken wurde im Jahr 2000 breit in der Öffentlichkeit diskutiert. Das DAtF hat seinerzeit Stellung genommen, Fakten geliefert und Zusammenhänge erläutert. Unter anderem fand in diesem Zusammenhang am 16./17. Mai 2000 eine Journalistenreise nach Elektrostal bei Moskau statt. Teilgenommen haben 20 Journalisten bzw. TV-Teams unter anderem auch eine Vertreterin der Süddeutschen Zeitung. Insoweit kann der gesamte Sachverhalt der Süddeutschen Zeitung nicht neu sein. Für die deutschen Energieversorger wie Hersteller von Brennelementen ging es stets um einen juristisch korrekten und wirtschaftlich sinnvollen Weg der Verwendung des Urans aus der Wiederaufarbeitung. Dr. Ralf Güldner, DAtF-Präsident, betont: "Der gesamte Einsatz erfolgte damals und auch später in voller Transparenz gegenüber den nationalen und EU-Aufsichtsbehörden sowie den Medien, zum Beispiel mit einer Journalistenreise im Mai 2000 an den Fertigungsort in Russland."

Der Einsatz der ERU-Brennelemente in deutschen Kernkraftwerken erfolgte im gesetzlichen Rahmen, auf höchstem Stand der Sicherheitstechnik und auf Basis entsprechender vertraglicher Regelungen. Bundesregierung und Landesregierungen haben zu diesem Sachverhalt in Anfragen Stellung genommen. Darüber hinaus wurden die entsprechenden Verträge, wie vorgeschrieben, der European Supply Agency (ESA) zur Genehmigung vorgelegt.

Der Einsatz von ERU-Brennelementen in deutschen Kernkraftwerken hat weder faktisch noch juristisch das Atomgesetz unterlaufen, ein Zusammenhang mit den unterschiedlichen politischen Entscheidungen zu Kernkraftwerkslaufzeiten besteht nicht. Vorwürfe, die beteiligten deutschen Unternehmen hätten beabsichtigt, das Atomgesetz zu unterlaufen, sind allein schon deswegen weder begründet noch nachvollziehbar, weil die in Rede stehende Änderung des Atomgesetzes erst im Jahr 2002 in Kraft getreten ist, der hier diskutierte Sachverhalt aber zeitlich bereits deutlich früher liegt.

Pressekontakt:

Maik Luckow
Tel.: 030 498555-20
presse@kernenergie.de

Original-Content von: Kerntechnik Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Kerntechnik Deutschland e.V.
Weitere Storys: Kerntechnik Deutschland e.V.
  • 27.08.2012 – 19:31

    Greenpeace führt Kosten-Debatte mit methodischen Fehlern und polemischen Argumenten

    Berlin (ots) - In der Debatte um Gestaltung und Kosten der Energiewende führen Greenpeace Energy und andere die ideologischen Kämpfe von gestern mit alten mangelhaften Argumenten: In der Auftragsstudie "Was Strom wirklich kostet", die Greenpeace Energy und der Bundesverband WindEnergie am 27. August in Berlin vorgestellt haben, werden bekannte methodische Fehler ...

  • 17.08.2012 – 10:33

    DAtF: Im Endlagersuchgesetz zeitnahe Bereitstellung eines Endlagers nicht vergessen

    Berlin (ots) - Das DAtF begrüßt die Ausführungen des Bundesumweltministers Peter Altmaier am 16. August 2012, die Lösung der Endlager-Frage voranzutreiben. Das gilt insbesondere für die Bereitstellung eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle (HAW) durch den Bund unter Einbeziehung des Standortes Gorleben und für den Dialog mit allen vor Ort Betroffenen, ...

  • 22.05.2012 – 13:44

    DAtF: Energiewende mit Augenmaß und Verantwortungsbewusstsein gestalten

    Stuttgart (ots) - Die 43. Jahrestagung Kerntechnik des Deutschen Atomforums (DAtF) und der Kerntechnischen Gesellschaft (KTG) ist in Stuttgart eröffnet worden. Sie findet vom 22. bis 24. Mai 2012 im Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle der Landeshauptstadt Baden-Württembergs statt. Mit rund 1.100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie 49 Ausstellern aus 17 Ländern ...