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09.04.2020 – 12:27

dpa-Faktencheck

Fake-Seiten für Corona-Soforthilfe wollen an persönliche Daten

Berlin (ots)

Unseriöse Angebote im Internet wollen die Notlage mancher Menschen in der Corona-Krise für sich ausnutzen. Täuschend echt aussehende Webseiten im Netz geben nun vor, dass man dort einen Antrag für Soforthilfen stellen kann. Erfragt werden unter anderem Steuernummern, die Personalausweisnummer oder Bankdaten.

BEWERTUNG: Die Polizei warnt im Zusammenhang mit solchen Websites vor Betrügern. Diese wollten personenbezogene Daten ergattern. Geld werde es keines geben.

FAKTEN: Unter "nrw-soforthilfe-antrag.de" haben Betrüger laut einer Warnung der Polizei Krefeld eine täuschend echt aussehende Website aufgebaut. (http://dpaq.de/aRIUq) Es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, "wann Betrüger Corona-Betroffene abzocken wollen", heißt es vonseiten der Polizei. Die Betrüger wollen demnach persönliche Daten abgreifen und für andere Straftaten im Netz missbrauchen. "Bei uns sind schon mehrere Anzeigen eingegangen", schreibt die Polizei weiter. "Wir ermitteln nun gegen den Betreiber der Seite."

Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass die Täter danach selbst betrügerische Anträge stellten. Nach Abstimmung mit dem Landeskriminalamt hat das Land Nordrhein-Westfalen laut Pressemitteilung vom 9. April die Zahlung der Soforthilfe für Solo-Selbstständige und Kleinstbetriebe vorerst gestoppt. (http://dpaq.de/0H9lN) Seit dem Mittag des 9. April ist die betrügerische Webseite nicht mehr verfügbar.

Auch die Polizeiliche Kriminalprävention von Bund und Ländern warnte bereits vor ähnlichen Betrugsfallen (http://dpaq.de/vXPV4). Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg gab an, Unternehmen seien teilweise gezielt telefonisch kontaktiert worden. "Der Anrufer gab sich dabei als Angehöriger der einzig offiziellen Stelle zur Abwicklung der Soforthilfe aus", heißt es von der Behörde. Die Polizei stuft auch diese Handlungen als Vorbereitung für spätere Betrugsstraftaten ein (http://dpaq.de/Bjxmx).

Stattdessen sollten Unternehmen für die Anträge auf Soforthilfe ausschließlich die Internetseiten von offiziellen Stellen der Bundesländer - wie etwa Ministerien und Landesförderbanken mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammern - nutzen.

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Links:

Warnung der Polizei in Krefeld: https://www.facebook.com/Polizei.NRW.KR/photos/a.547665458653780/2892969727456663/?type=3&theater (archiviert: http://dpaq.de/aRIUq)

Pressemitteilung des NRW-Wirtschaftsministeriums zum Stopp der Zahlungen: https://www.wirtschaft.nrw/pressemitteilung/nrw-stoppt-vorerst-zahlung-der-corona-soforthilfe (archiviert: http://dpaq.de/0H9lN)

Informationen des Landeskriminalamtes NRW zu Fake-Seite für Coronahilfen: https://lka.polizei.nrw/artikel/vorsicht-vor-fakeseiten-corona-soforthilfe

Warnung des Landeskriminalamtes NRW zu Fake-Seiten: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/58451/4567964

Warnung der Polizeilichen Kriminalprävention: https://www.polizei-beratung.de/startseite-und-aktionen/aktuelles/detailansicht/warnung-corona-shop/ (archiviert: http://dpaq.de/rlrBy)

Warnung des LKA Baden-Württemberg: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110980/4558678 (archiviert: http://dpaq.de/fZbkF)

Archivierte Fake-Seite zu Soforthilfe-Anträgen: https://web.archive.org/web/20200409090812/https://www.nrw-soforthilfe-antrag.de/

Weitere archivierte Fake-Seite zu Soforthilfe-Anträgen: https://web.archive.org/web/20200330135531/https://soforthilfe-fur-corona.de/

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Kontakt zum dpa-Faktencheckteam: faktencheck@dpa.com

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