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Post-EEG - Die Chancen nutzen

Berlin (ots) - Der 01.01.2021 wird für Betreiber von Erneuerbaren-Anlagen für Kopfschmerzen sorgen. Das hat jedoch wahrscheinlich weniger mit den Feierlichkeiten vom Vorabend zu tun, als mit dem Ende einer Ära: Die Förderung für die ersten Erneuerbare-Energien-Anlagen läuft aus. Betroffen sind insgesamt 4.600 MW an Leistung, das entspricht in etwa drei Atomkraftwerken. Für 18.800 Solar-, 5.400 Windkraft- sowie 2.200 Wasserkraftanlagen gehen 20 Jahre der gesetzlich garantierten Förderung zu Ende.

Es ist daher an den Stadtwerken und Energieversorgern, sich damit auseinanderzusetzen, wie das Stromangebot in einer Post-EEG-Zeit genutzt werden kann. Preis- und Geschäftsmodelle stehen vor einem radikalen Umbruch, nach Jahrzehnten der konstanten Förderung. Ein erster Ansatz zur Nutzung des Stromangebots ist der Abschluss von direkten Stromlieferverträgen zwischen den Betreibern z.B. von Windparks und Endkunden. Hierfür muss der Betreiber allerdings selber registrierter Energieversorger werden, mit allen damit verbundenen Pflichten.

Deutlich einfacher ist der Verkauf des Stroms an Direktvermarkter. Bei sogenannten Regionalstrom- und Community-Modellen kann die vorhandene Strommenge regional bzw. lokal genutzt werden - zum Vorteil der Energieversorger und der Endkunden.

Bei Regionalstrom-Ansätzen wird die Stromerzeugung einer Region gebündelt und den Menschen vor Ort angeboten. Ähnlich wie bei lokalen Lebensmitteln können Endkunden beim Regionalstrom nachvollziehen, wo der erzeugt wurde. Außerdem werden lange Transportwege vermieden. Mit dem Mindset der Digitalwirtschaft wird aus Strom plötzlich sogar ein teilbares Produkt. Community-Strom basiert darauf, dass dezentral erzeugte Energie gespeichert und in der Gemeinschaft geteilt werden kann. Die intelligente Verknüpfung von Erzeugung, Speicherung und Verbrauch ermöglicht neue Geschäftsmodelle, die in der alten Energiewelt undenkbar waren.

Diese beiden Modelle erlauben es allen Beteiligten, sich mit attraktiven Geschäftsmodellen frühzeitig auf die Post-EEG-Zeit einzustellen. Sowohl Regionalstrom- als auch Community-Ansätze brauchen Software; eine digitale Infrastruktur, die die intelligente Vermarktung und die Entwicklung neuer Produkte zulässt.

Dabei handelt es sich bei den beschriebenen Ansätzen nicht um ferne Zukunftsvisionen. Die Modelle und Ansätze werden heute schon erfolgreich eingesetzt. Das Ende der EEG-Förderung wird ihnen noch mehr Dynamik verleihen.

Es ist wie beim Feiern: Wer heute schon an morgen denkt und vorausplant, muss sich nicht vor Kopfschmerzen fürchten. Die Lösungen für die Post-EEG-Zeit sind vorhanden. Es ist nun an den beteiligten Akteuren, die richtigen Lösungen zu wählen.

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Jan Bohnerth
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