Deutsche Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse e.V. (Zuse-Gemeinschaft)
Innovationen entstehen im Netzwerk: Zuse-Präsident Prof. Martin Bastian wirbt für mehr Technologie-Transfer
Deutschland verfügt über exzellente Forschung – doch entscheidend ist, wie schnell daraus marktfähige Innovationen entstehen. Diese Botschaft stellte Prof. Martin Bastian, Präsident der Zuse-Gemeinschaft, in seinem Plenarvortrag „Innovationen, die die Welt verändern“ beim SKZ-Netzwerktag in den Mittelpunkt.
Würzburg. Deutschland verfügt über exzellente Forschung – doch entscheidend ist, wie schnell daraus marktfähige Innovationen entstehen. Diese Botschaft stellte Prof. Martin Bastian, Präsident der Zuse-Gemeinschaft, in seinem Plenarvortrag „Innovationen, die die Welt verändern“ beim SKZ-Netzwerktag in den Mittelpunkt.
„Nicht Innovation ist riskant – keine Innovation ist riskant“, betonte Bastian. Angesichts wachsender internationaler Konkurrenz seien Innovationen kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit, wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftlichen Fortschritt.
Als Präsident der Zuse-Gemeinschaft – dem bundesweiten Netzwerk industrienaher, außeruniversitärer Forschungseinrichtungen – warb Bastian für eine engere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Deutschland verfüge über hervorragende wissenschaftliche Kompetenzen und einen leistungsfähigen Mittelstand. Die eigentliche Herausforderung liege jedoch darin, Forschungsergebnisse schneller in marktfähige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zu überführen.
„Innovation entsteht heute nur selten im Alleingang. Sie entsteht dort, wo Forschungseinrichtungen, Unternehmen und starke Netzwerke gemeinsam Lösungen entwickeln und in die Praxis bringen“, sagte Bastian. Gerade außeruniversitäre Forschungsinstitute spielten dabei eine Schlüsselrolle, weil sie wissenschaftliche Erkenntnisse gezielt in industrielle Anwendungen überführen und Unternehmen bei der Umsetzung neuer Technologien begleiten.
Anhand verschiedener Praxisbeispiele zeigte Bastian, wie Innovationen konkrete Herausforderungen unserer Zeit adressieren – von nachhaltigen Materialien und ressourcenschonenden Produktionsverfahren über intelligente Recyclinglösungen bis hin zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in der industriellen Fertigung. Gemeinsames Ziel aller Entwicklungen sei es, ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Erfolg zu verbinden.
Besonders hob Bastian hervor, dass Innovation weit mehr sei als spektakuläre Erfindungen. Oft seien es kontinuierliche Verbesserungen bestehender Produkte und Prozesse, die Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig machten. Ebenso wichtig sei jedoch der Mut, neue Technologien und Geschäftsmodelle zu entwickeln und konsequent bis zur Marktreife voranzutreiben.
Mit Blick auf den Innovationsstandort Deutschland mahnte der Präsident der Zuse-Gemeinschaft, den Transfer zwischen Forschung und Wirtschaft weiter zu stärken. Bürokratische Hürden, lange Entscheidungswege und fehlende Finanzierungsmöglichkeiten erschwerten vielen Unternehmen die Umsetzung neuer Ideen. „Wertschöpfung entsteht nicht im Labor, sondern am Markt. Deshalb müssen wir den Technologietransfer konsequent stärken und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen schaffen“, so Bastian.
Die Zuse-Gemeinschaft sieht sich dabei als wichtiger Partner des innovativen Mittelstands. Mit ihren bundesweit vernetzten Forschungseinrichtungen unterstützt sie insbesondere kleine und mittlere Unternehmen dabei, neue Technologien schneller in marktfähige Lösungen umzusetzen und so ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.
„Innovationen, die die Welt verändern, entstehen dort, wo Wissen geteilt, Kompetenzen gebündelt und Forschung konsequent in die Anwendung gebracht wird. Genau dafür steht die Zuse-Gemeinschaft“, fasste Prof. Martin Bastian zusammen.
Über die Zuse-Gemeinschaft Die Zuse-Gemeinschaft vertritt die Interessen gemeinnütziger, privatwirtschaftlich organisierter Industrieforschungseinrichtungen. Dem technologie- und branchenoffenen Verband gehören bundesweit über 80 Institute an. Als praxisnahe, kreative Ideengeber des deutschen Mittelstandes übersetzen sie Erkenntnisse der Wissenschaft in anwendbare Technologien und bereiten den Boden für Innovationen, die den Mittelstand weltweit erfolgreich machen.
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